Unter Vermischtes lege ich Gedanken ab, die mich bei grammatischen Fragen bewegen. Es ist die Beta-Version meiner Grammatik. Zu einem späteren Zeitpunkt soll daraus eine strukturierte Grammatik entstehen.

Sie können darin stöbern und sich etwas Passendes für Ihr Deutschlernen aussuchen.

Mein Ziel ist: Deutsch soll einfach werden.

Deutsch C1 soll in wenigen Monaten erreichbar sein.

Wenn Ihnen etwas auffällt oder etwas nicht funktioniert, können Sie mir auf http://veraenderungsprozess24.de/kontakt/ einen Hinweis geben. Ich werde mit Ihren Hinweisen das Material optimieren.

1.     Sicherheit gewinnen

A1-B2: Besser als Sprachunterricht

Die positive Seite

Deutsche werden sofort freundlich,

wenn ich eine der folgenden fünf Verhaltensweisen zeige:

  • ich gehe mit dem Hund spazieren;
  • ich gehe mit dem Baby im Kinderwagen spazieren;
  • ich arbeite im Garten;
  • ich arbeite im Verein mit;
  • ich spreche die Endungen korrekt.

Sie sparen Zeit, Geld und Nerven und erhalten viele neue, gute Kontakte.

Sie bekommen viele Probleme nicht, die andere Menschen haben.

Alle fünf Verhaltensweisen sind mit einem Aufwand an Zeit verbunden. Sie machen Spaß und ermöglichen viele indirekte Erfolge.

Die ersten drei Verhaltensweisen lösen in Deutschen eine positive Phantasie aus:

  • diese Person kümmert sich zuverlässig um andere,
  • diese Person hat eine dauerhafte Bindung,
  • diese Person bleibt hier, auch wenn es schwierig wird.

Die Phantasie mag richtig oder falsch sein, das ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass diese Phantasie das Verhalten der Deutschen lenkt und sie freundlich macht.

Es muss nicht die legendäre Burgauer Orgien-Gemeinschaft (BOG) sein. Ein Kindergartenverein oder ein Lauftreff führen genauso

zu besserem Deutsch.

Die vierte Verhaltensweise, die Mitarbeit im Verein, löst

komplexe Phantasien, Wahrnehmungen und andere Prozesse aus:

  • diese Person zeigt Interesse;
  • diese Person setzt sich für das gemeinsame Thema ein,

ohne dafür Geld zu bekommen;

  • diese Person zeigt, wie sie arbeitet;
  • diese Person trägt zum Erfolg etwas bei,

ihr Beitrag kommt im Erfolg vor;

  • diese Person hat mit den anderen Vereinsmitgliedern Spaß;
  • diese Person hat mehr Erfolg, wenn die Vereinsmitglieder ihr auch bei anderen Lebensproblemen helfen.

Vor allem die beiden letzten Punkte führen dazu,

dass Millionen von Menschen sich in Deutschland in Vereinen oder Ehrenämtern engagieren.

Es gibt andere Tricks,

siehe die Tricks der erfolgreichen C1-Sprecher weiter unten im Text. Diese Tricks hängen aber mit Ehrgeiz zusammen, nicht mit Spaß.

Sie sind für härtere Bedingungen gemacht und erfordern andere Entscheidungen.

Die fünfte Verhaltensweise, das Sprechen von korrekten Endungen,

hat viele Effekte,

siehe die Kapitel zu Endungen weiter unten in diesem Text.

Der schnellste Effekt zeigt sich bei der Begrüßung.

„Guten Abend“ löst aus, dass die Deutschen neutral reagieren

(eine korrekte Endung kann Zufall sein).

Die negative Seite

„Gute Abend“ löst eine negative Reaktion aus

(eine falsche Endung produziert starke negative Phantasien,

die das Verhalten bestimmen).

Diese Grammatik verfolgt das Ziel,

dass Sie die negative Seite rasch umgehen können.

Es ist wichtig, dass Sie die negative Seite kennen,

damit Sie nicht (allzu lange) unter ihren Effekten leiden müssen.

Eine falsche Endung hat in etwa die gleiche Wirkung wie

ein falsches Blinksignal (rechts blinken, links abbiegen):

  • Der Sprecher gibt mir ein Signal: was kommt als nächstes?
  • Der Sprecher lenkt meine Phantasie in eine Richtung;
  • Der Sprecher produziert eine Erwartung in mir;
  • Der Sprecher zerbricht im nächsten Wort meine Phantasie und meine Erwartung, er enttäuscht und verletzt mich;
  • Der Sprecher produziert mit zwei Worten negative Gefühle in mir, z.B. Überraschung, Ärger, Desinteresse, ein Gefühl von Gefahr;
  • Der Sprecher führt eine Situation herbei,

in der ich schnell handeln und mich schützen muss;

  • Der Sprecher zwingt mich zu einer Entscheidung:

soll ich den Kontakt zum Sprecher halten und

ihm beim Vermeiden von Unfällen helfen? Oder

soll ich den Kontakt zum Sprecher abbrechen und

mein Leben ohne diese zu erwartenden Unfälle weiterführen?

Die meisten Deutschen bekommen bei einer falschen Endung

das „Gesicht ohne Emotionen“,

sie bleiben höflich und brechen den Kontakt ab.

Was passiert, wenn Sie alle fünf Verhaltensweisen und die Tricks der erfolgreichen C1-Sprecher ablehnen?

Dann können Sie immer noch einen Sprachkurs besuchen oder mit schlechtem Deutsch einen schlechten Arbeitsplatz bekommen.

Sie verlieren Chancen, Zeit, Geld, Kontakte und Nerven.

Viele Millionen Menschen machen das in Deutschland.

Ich, Günther Baur, möchte nicht, dass Sie zu diesen Millionen gehören.

Die drei Regeln in Deutsch, die zu 100% funktionieren (nach Günther Baur)

  1. Verbpositionen geben den Deutschen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen: V2/ VL/ V,V.
  2. Endungen produzieren Phantasien, die Phantasien beeinflussen direkt das Verhalten der Deutschen.

100% der Deutschen achten auf diese beiden Regeln zu 100%.

  1. V+P geben den Deutschen ein Gefühl von Kompetenz und exzellenter Arbeit: “diese Person kann mit meinen Kunden sprechen”

die B2-/ C1-/ C2-Sprecher, das sind ca. 20% der Deutschen, achten auf diese dritte Regel.

V+P sind ein Marker dafür, ob ich zur Elite gehöre.

Wenn ich diese drei Regeln einhalten kann, werden die Deutschen freundlich und kooperativ.

Dann hören die Deutschen die anderen Fehler nicht mehr.

Alle anderen grammatischen Phänomene haben Regeln mit Ausnahmen oder uralte, längst vergessene Regeln. Die Deutschen machen in diesem großen Teil der Grammatik viele Fehler.

 

2.     Vertrauen bilden

A2: Verb zweite Position (V2)

Verbreitung der V2-Stellung

Deutsch ist eine Sprache, in der das Verb immer auf der Position 2 ist, Deutsch ist eine Verbzweitsprache.

Der typische Kernsatz zeigt die Elemente

      Vorfeld              Verb

      (Position 1)        (Position 2)

      Wie                    geht              es                     dir?

      Mir                     geht              es                     gut.

 

Diese Grundstruktur kann erheblich länger sein.

 

      Ich                     fahre             mit dem Auto  zum Supermarkt.

      Mit dem Auto     fahre             ich                  zum Supermarkt.

      Zum Supermarkt fahre             ich                  mit dem Auto.

 

Position 1 (und auch die Positionen 2, 3, 4, …) kann

jedes Satzelement tragen.

Man kann auch jedes Satzelement auf jede dieser Positionen tauschen.

 

Wichtig ist:                                

Position 2 ist dem Verb vorbehalten.

Position 2 kann nicht andere Satzelemente beinhalten,

es MUSS ein Verb sein!

 

Es gibt nicht viele Sprachen, die V2-Sprachen sind:

  • Deutsch
  • Niederländisch
  • Estnisch
  • Bretonisch

Außerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie wären zu nennen:

  • Karitiana, eine brasilianische Indianersprache
  • Tohono O´Odham, eine nordamerikanische Indianersprache
  • Taiof, eine (noch wenig erforschte) Sprache auf Papua-Neuguinea
  • Babatana (Sisiqa), eine Sprache auf den Salomonen.

 

Diese Liste ist kurz und zeigt:

Die meisten Menschen, die als Erwachsene Deutsch lernen, sind nicht mit einer dieser V2-Sprachen aufgewachsen. Das bedeutet,

die meisten Menschen, die als Erwachsene Deutsch lernen, empfinden die grammatische Struktur Verb Position 2 (V2) als ungewöhnlich.

 

Grammatik der V2-Stellung

                                    Vorfeld      Verb

                                    (Position 1)                   (Position 2)

Hauptsatz:                    Ich              sehe            dich.

Du              stehst          hinter dem Baum.

W-Frage:                       Warum        versteckst    du dich?

Ja-Nein-Frage:                               Kommst       du zu mir?

Imperativ (2. Person):                     Komm          zu mir!

Kommt         zu mir!

Imperativ (3. Person):                     Komme        Er zu mir!

Kommen      Sie zu mir!

Alle Grammatikbücher und alle Deutschlehrer:innen stimmen mit mir überein, wenn ich sage:

Im Hauptsatz und in der W-Frage steht das Verb auf der 2. Position.

In der Ja-Nein-Frage (oft die geschlossene Frage genannt, weil die Antwortmöglichkeiten eingeengt sind) sage ich:

Position 1 ist da, aber leer.

Wenn die Position 1 da ist, steht das Verb auf Position 2.

Die Ja-Nein-Frage ist eine verkürzte W-Frage, ohne W-Frage-Wort.

Die Ja-Nein-Frage lässt nur die Antworten

„Ja“, „Nein“ oder „Ich weiß nicht“ zu.

Die W-Frage fördert mehr und detaillierte Antworten zu Tage.

Die Inhalte einer Ja-Nein-Frage werden in einem Nebensatz

mit einem Nebensatzanfang „ob“ eingeleitet:

Ich möchte wissen: Kommst du? =

Ich möchte wissen, ob du kommst.

Die Inhalte einer W-Frage werden in einem Nebensatz

mit dem gleichen W-Fragewort als Nebensatzanfang eingeleitet:

Ich möchte wissen: Wann kommst du? =

Ich möchte wissen, wann du kommst.

Der Nebensatzanfang „ob“ ist also der Platzhalter

für ein nicht vorhandenes W-Fragewort.

Wenn „ob“ ein Platzhalter ist,

dann gibt es auch einen Platz, auch dann,

wenn ich den Platz nicht sehen kann oder wenn er unbesetzt ist.

Über diese Argumentation komme ich zu der Vorstellung:

Position 1 ist in der Ja-Nein-Frage unbesetzt,

Position 2 zeigt das Verb.

Der Imperativ 2. Person entspricht

dem Indikativ 2. Person, allerdings ändert sich der Tonfall.

Der Tonfall wird immer stärker, emphatischer und fordernder,

das Personalpronomen und die deklinierte Endung werden schwächer, bis sie ganz wegfallen.

Aus dem Indikativ           Du              kommst        zu mir.

Wird über                      Du              kommst        zu mir!

der Imperativ                                   Komm          zu mir!

Analog dazu die Plural-Form des Imperativs:

Aus                               Ihr              kommt         zu mir.

Wird über                      Ihr              kommt         zu mir!

der Imperativ                                   Kommt         zu mir!

Das Verb wird in diesem Vorgang sehr stark betont,

Position 1 verliert in diesem Vorgang das Personalpronomen.

Position 1 ist leer,

Position 2 zeigt das Verb, hier den Imperativ.

Die Höflichkeitsform des Imperativs entspringt einer höfischen, aristokratischen Sprechweise, die sich ursprünglich eines Konjunktivs I bediente, einer indirekten Rede.

Aus dem Konjunktiv I       Ich möchte,  er komme zu mir

Wird über die Ellipse       [Ich möchte,] er komme zu mir

Der Imperativ                                         Komme Er zu mir!

Das Personalpronomen wechselt mittels einer Inversion hinter das Verb, Position 1 bleibt wegen der Ellipse und der Inversion leer,

Position 2 trägt das Verb, hier den Imperativ.

Dieser Imperativ 3. Person Singular ist heute veraltet und nicht mehr in Gebrauch. Er war auch in den vordemokratischen Zeiten stark unhöflich und herabsetzend.

Der Imperativ 3. Person Plural ist identisch konstruiert:

Aus dem Konjunktiv I       Ich möchte,  Sie kommen zu mir

Wird über die Ellipse       [Ich möchte,] Sie kommen zu mir

Der Imperativ                                          Kommen Sie zu mir!

Der Plural verweist auf den Pluralis maiestaticus und gilt als besonders höflich und ehrerbietig. Diese Imperativform hat den Wechsel in demokratische Zeiten überlebt.

Mit dem „Trick“ der leeren Position 1 erhalte ich eine 100%-Regel im Deutschen. Es gilt V2:

  • Position 2 ist immer, in 100% der Fälle, für das Verb reserviert.
  • Position 1 kann leer sein,

kann ein Wort umfassen,

kann viele Worte umfassen.

Effekte der V2-Stellung

V2 hat folgende Effekte auf die deutschen Hörer/ Leser:

  • Sie haben ein Gefühl von Vertrauen zum Sprecher/ Schreiber. V2 ist in Deutsch ein Signal für stabilen, belastbaren Satzbau. Die Deutschen haben die unterbewusste Phantasie:

Wer so Sätze baut,

ist auch im Beruf/ in der Freundschaft ein guter Partner.

  • Sie verstehen die Aktion sofort, weil die Aktion (=die Bedeutung des Verbs) am Anfang des Satzes genannt wird.
  • Sie verknüpfen – vor allem beim Schnelllesen eines Textes – die Verben auf V2 miteinander und erhalten einen Ablauf der Aktionen in ihrem Kopf. Es entsteht „ein Film im Kopf“.

V2 beschleunigt also das Verstehen. Deutsche benutzen diesen Effekt von V2 vor allem beim Schreiben und Lesen.

 

 

 

Effekte, wenn ich die V2-Stellung missachte

In vielen Sprachen sind andere Satzmuster geläufig, zum Beispiel SVO Subjekt-Verb-Objekt.

                                    Subjekt      Verb            Objekt

                                    I                 bought         a car.

                                    Ich             kaufte          ein Auto.

Der Satz

             Yesterday         I                 bought         a car

wird in Deutsch so ausgedrückt:

                                    Gestern      kaufte          ich         ein Auto.

Der Satz

                                     Gestern      ich               kaufte    ein Auto

ist in Deutsch falsch. Das „ich“ auf Position 2 ist kein Verb.

 

Die Deutschen registrieren das sofort.

Für die Deutschen ist ein Verbpositionsfehler keine Kleinigkeit.

Ein Nicht-Verb auf Position 2 löst bei Deutschen die Phantasie aus,

dass der Sprecher deutsche Sätze nicht konstruieren und

andere alltägliche Abläufe nicht bewältigen kann.

 „V3“, also eine nicht korrekte Verbstellung, führt dazu,

dass die Deutschen das Vertrauen zum Sprecher verlieren. Möglicherweise setzen sie den Kontakt zu ihm nicht fort.

 

 

Es ist wie Nicht-Benzin im Tank eines Autos:

Ein Autofahrer, der eine andere Flüssigkeit als Benzin tankt,

löst die Phantasie aus,

dass er auch andere Fehler im Umgang mit Autos begeht.

 

Methodische Tipps & Tricks

  • Ich lege Zeiten für mein Deutsch-Sprechen fest.

Ich suche und nutze Gelegenheiten (außerhalb des Sprachunterrichts) für mein Deutsch-Sprechen.

  • Ich schalte meine Muttersprache aus und wieder an.

Mit dieser Übung schalte ich die Grammatik meiner Muttersprache aus und wieder an.

  • V2 zerstört Subjekt Verb Objekt (SVO)!
  • Ich tausche eine Information aus dem Mittelfeld des Satzes (=aus dem Bereich hinter dem Verb)

in das Vorfeld (=Position 1) und spreche dann systematisch V2. Dabei achte ich darauf,

dass die Information im Vorfeld immer länger wird.

  • Ich lese die Methoden der erfolgreichen C1-Sprecher und überlege mir, welche davon ich ausprobieren möchte.
  • Ich trainiere die mündliche und schriftliche Selbstkorrektur von V2-Fehlern. Diese Selbstkorrektur perfektioniere ich. Dadurch finde ich rasch „hilfreiche Hände“. Das sind Deutsche, die mir beim Sprechen weitere Tipps geben.

 

 

 

 

Automatisierte Fehlerkorrektur

Beim Sprechen können Sie folgenden Trick verwenden:

                                    Vorfeld      Verb

                                    (Position 1)                   (Position 2)

                                    Gestern      ich

                                    Gestern      kaufte          ich …

 

Wenn Sie auf V2 ein anderes Wort als ein Nomen ausgesprochen haben, sollten Sie (vor dem Aussprechen des Verbs!) stoppen,

den Satz von Anfang an neu beginnen und

V2 beim Weitersprechen einhalten.

 

Die Deutschen werden registrieren,

dass Sie einen Fehler vermeiden, bevor er entstanden ist.

Dieses Sprechverhalten gilt bei Deutschen als elegant.

 

Beim Schreiben können Sie folgenden Trick verwenden:

 

                                    Vorfeld      Verb

                                    (Position 1)                   (Position 2)

 

                                    Gestern      ich               kaufte    ein Auto.

Sie markieren das Verb und zeigen mit einem Pfeil, wohin sie das Verb schieben möchten. Das geht schnell und wird von allen Prüfern akzeptiert.

 

 

 

3.     Unterstützung erhalten

A1-C1: Automatische Sätze

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Beispiel: Ich habe den Faden verloren.

Grammatisch A1, einfacher Wortschatz.

Kulturell C2, höchste Kenntnisse über europäische Kultur, weitreichende Assoziationen, u.a. der Faden der Ariadne zeigt mir den Weg aus dem Labyrinth, der Erzählfaden hilft mir, eine lange Geschichte zu verstehen oder zu erzählen, der Rote Faden in den Seilen der Royal Navy zeigt mir den Kern, den innersten Teil des Seiles, der zeigt, dass die Näherin fleißig ist.

Sozial ein Signal, der Sprecher kennt die akademische Diskussionskultur, er kann sich mit Akademikern flüssig verständigen.

Kommunikativ ein Super-Trick auf allen Sprachleveln, weil er starke positive Phantasien evoziert und den Hörer dazu verleitet, dem Sprecher mit einem Stichwort auszuhelfen.

Beispiel: Helfen Sie mir auf die Sprünge.

Grammatisch: Kindersprache, Bild: Ein Hase sitzt starr in der Wiese und hat Angst, sich zu bewegen. Er kann sehr gut springen und rennen, aber er ist vor Angst gelähmt. Ein Stock in die Seite löst diese Angst, der Hase rennt und springt los.

Kulturell: viele Märchen, der Osterhase, Fruchtbarkeit im Frühling, …

Sozial: auf einer Ebene mit Akademikern

Kommunikativ: auch der (akademisch gebildete) Gegner vor Gericht stoppt seinen Angriff, hilft mir zu verstehen, was vor Gericht passiert, und kämpft mit noch mehr Spaß gegen mich weiter.

Methode: advocatus diaboli=Der Bischof, der den Papst-Kandidaten auf Herz und Nieren prüft. Der Kunde, der alles genau wissen will. Der Rechtsanwalt, der in allen meinen Worten nur das Schlimmste vermutet. Der Prüfer, der mich mit Nachfragen “löchert”.

Der advocatus diaboli ist eine Standardsituation in Prüfungen, auf die es Standardreaktionen gibt:

* Lassen Sie uns ins Detail gehen. (= ich habe mindestens 6 Monate zu dieser Frage gearbeitet oder studiert, ich kenne alles.)

* Wenn ich diese Frage beantworten soll, würde ich zuerst … (=ich zeige den Prozess, der mich zur Antwort führt und der mich vor Fehlern schützt)

* Hängt das mit … zusammen? Helfen Sie mir auf die Sprünge. (=ich stelle eine Hypothese auf und achte auf die Reaktion des Prüfers. Der Prüfer kann mir einen Hinweis geben.)

* Ich bin mit meinem Latein am Ende. (=ich habe alles versucht und zeige die Grenzen meines Wissens. Das gibt Punkte auf den Ebenen C1/C2.)

A1-B1: Der 5-Worte-Trick für den Umgang mit Dialektsprecher:innen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

* der Drei-Worte-Trick: drei bis zehn Worte phonetisch perfekt gesprochener Dialekt gelten als Signal,

mit dem ich beim Dialektsprecher Freude, Kooperation und Respekt auslöse.

(Wenn ich clever bin, benutze ich möglichst früh im Gespräch den 5-Worte-Dialekt-Trick.)

Guten Tag. Hammer da.

Tipp für die Zeit in der Praxis: Fragen Sie einen Kollegen, der schon länger hier arbeitet:

Du arbeitest doch schon länger hier. Welchen Dialekt sprechen die Patienten hier in der Gegend?

Welche zwei bis fünf Worte benutzt du, damit die Leute mit dir warm werden? / zusammenarbeiten? /dir spontan vertrauen?

Drei Worte perfekt gesprochenes Schwäbisch haben den Effekt, dass mein schwäbischer Patient sich sehr freut und sofort mit mir kooperiert. (Signal und eine neue Phantasie: Dieser Arzt versteht mich, dieser Arzt kennt und respektiert meine Kultur. Neues Verhalten: Ich respektiere diesen Arzt.) Die Regel dahinter: Endungen (und trennbare Verben in speziellen Kontexten und sprachliche Bilder) produzieren Phantasien im Kopf des Hörers. Die Phantasien bestimmen das Verhalten.

GBs Formulierung: Wenn Sie mir ein bisschen in diesem Gespräch helfen, schaffat m´r des scho.

A1-C1: Dialekte verstehen

nMorga. Ich antworte mit Guten Tag und spreche A2.

Hent   Se  mr  a      Zeckazang?

Haben Sie mir eine Zeckenzange?

Guten Tag. Meinen Sie eine Zeckenzange?

Guten Tag. Wofür brauchen Sie das? (Trick: Das Wort habe ich nicht erkannt, aber vielleicht verstehe ich im Kontext, worum es geht.)

Ha, wissat Se, meine Kloine sauat ellerweil im Wald rom.

Da muaß e am Obad scho gucka, ob se a Zeck hoimbringat.

Also, wissen Sie, meine Kleinen spielen immer im Wald.

Da muss ich am Abend schon schauen, ob sie eine Zecke heimbringen.

Sind Sie sicher, dass Sie Ihr Kind nicht zum Arzt bringen wollen? /nicht impfen lassen wollen? Das ist vielleicht besser.

Moinat Se?   Mei    Nachbare  sait des  au.

Meinen Sie? Meine Nachbarin sagt das auch.

die Butter = deutsch

der Butter = der Sprecher ist Süddeutscher, der Artikel zeigt, woher der Sprecher kommt

Seit feif Monat gang e scho schaffa.

Seit fünf Monaten gehe ich schon arbeiten.

Die Zecke trinkt Blut und überträgt Bolleriose oder Infektionen.

* Hallo. Ich schaue auf das Alter und auf das Thema und wähle dann meinen Sprachlevel.

Keine Angst vor Dialektsprechern.

Als C1-Sprecher:in beherrsche ich perfekt die 12 Tricks im Entschlüsseln von allen Dialekten:

  • ich höre/ konzentriere mich auf die Konsonanten. Die Konsonanten sind stabil und bleiben gleich.
  • ich höre nicht auf die Vokale. Die Vokale können stark unterschiedlich sein.
  • die Konsonanten wechseln zwischen hart und weich,

t<>d, p<>b, k<>g, s<>sch

a  Bläschdiggschdiahle     ein Plastikstühlchen    le=lein=chen. Die Schwaben lieben “le” ´s Dischle, ´s Häusle, ´s Güntherle

  • Verschleifen=kürzer machen, kleiner machen ist wichtig: Viele Wörter und Endungen sind verschliffen,  das bedeutet, einige Konsonanten sind weg, z.B. Obad=der Abend, mei Mo=Mein Mann
  • Die Geschwindigkeit ist anders. Schwäbisch ist ein schneller Dialekt, Hannoveranisch ist ein langsamer Dialekt.
  • Es gibt so genannte Sprachvarietäten, das sind Wörter, die es im Dialekt gibt, aber nicht in Hochdeutsch.  Auch Deutsche verstehen diese Wörter nicht. Nachfragen ist kein Problem: Was meinen Sie mit romsauen?
  • Wie spricht ein Schwabe mit einem Holländer?  Versuch Englisch. Beide sprechen Englisch, aber das Englisch der anderen Person verstehe ich nicht.     2. Versuch Deutsch. Beide sprechen nicht Deutsch.     3. Versuch: Holländisch und Schwäbisch. Beide sprechen langsam und verstehen einander.
  • Deutsche benutzen das Hören und Analysieren von anderen Dialekten dazu herauszufinden,  woher der Dialektsprecher kommt. Das bestimmt fast sofort das Verhalten des Hörers.
  • Ich verstehe alles nicht und frage einfach: Was meinen Sie damit?  Ich hoffe, dass ich im Kontext das Thema und die unbekannten Wörter verstehe.
  • 12 Smalltalks von ca. 3-5 Minuten Länge mit einem Dialektsprecher und 5 Minuten phonetisches Training reichen aus, danach kann ich diese Tricks anwenden und 50% verstehen.
  • Letzter Punkt: diese Tricks funktionieren auch zwischen den indoeuropäischen Sprachen.  Die Tricks sind indoeuropäisch. Sie helfen also auch beim Entschlüsseln von Fachbegriffen.

kardia

cor, cordis

corazon

cuore

coeur

ch-Brücke

Herz

heart

Wissat Se, Herr Doggder, i han scho mal an Herzinfarkt ghett! Des wiansche koim.

Wissen Sie, Herr Doktor, ich habe schon einmal einen Herzinfarkt gehabt. Das wünsche ich keinem.

Today is a nice day, isn´t it?

Heit isch a scheaner Daag, gell? Funktion von “gell”: Kontakt aufnehmen, ein Gespräch beginnen

Er redet so viel, da hanne koi Schonc

Er redet so viel, da habe ich keine Chance.

Tipps: Achten Sie auf die Konsonanten. Die Konsonanten sind stabil, die Vokale (a,e,i,o,u) können stark unterschiedlich sein.

Konsonanten wechseln von weich zu hart und umgekehrt: “t” wird zu “d”, “k” wird zu “g”, “p” wird zu “b”.

Wörter (und vor allem Endungen) werden in Schwäbisch kürzer, sie werden “verschliffen”.

Anamnese mit Schwäbisch

Wissat Se,  mei  Ma   hat me     hergschickt,  weil irgendebbes   et schtimmt.

Wissen Sie, mein Mann hat mich hierhergeschickt, weil irgendetwas nicht stimmt.

Das “at” in “Wissat Se” ist die schwäbische Konjugation von Plural.

D´Leit fahrat mit d´r S-Ba zom Wasa.

mei Ma

mein Mann

ist ein Beispiel für “verschleifen”, das bedeutet, die Worte werden kürzer. Nicht so wichtige Konsonanten fallen weg,

gleich wie das Abreiben der Oberfläche von einem Metall.

ebbes

etwas

ist ein Beispiel für “verschmelzen”, das bedeutet, zwei Konsonanten werden zu einem neuen Konsonanten umgeformt, gleich wie das Zusammenfügen von zwei Metallen zu einer Legierung.

Tipps: bitte lernen Sie nicht Schwäbisch. Das funktioniert nicht.

Aber: Bitte hören Sie die Konsonanten in Schwäbisch: Das funktioniert.

Konzentrieren Sie sich beim Hören auf die Konsonanten. Damit verstehen Sie 50%.

Die Vokale ändern sich in den meisten Dialekten. Aber die Konsonanten sind sehr stabil.

Hannover

Hanofa (Hannoveranischer Dialekt, fast Schriftdeutsch, aber nicht 100%)

Woher kommst du?

Ich komm aus Bre-em. (=Bremen, Bremer Dialekt)

Bremen-Hannover-Hildesheim-Göttingen ist eine Region in Deutschland, in der ein sehr langsamer, sehr klarer Dialekt gesprochen wird, fast Schriftdeutsch.)

I   han  heit   Nacht so arg Fiabr  ghett,     na hanne  mei__n Ma   ausm Bett   glaicht,

Ich habe heute Nacht so arg Fieber gehabt, dann habe ich meinen Mann aus dem Bett gestoßen,

ond heit  hatter gsait,  so a   Nacht mecht er koi zwoits  Mal ha.   Desweaga bene  do.

und heute hat er gesagt, so eine Nacht möchte er kein zweites Mal haben. Deswegen bin ich da.

laichen (Schwäbisch)=wegtreiben, aufscheuchen

Viele Dialekte haben regionale Varietäten, das sind Wörter, die im Dialekt vorkommen, aber nicht in Hochdeutsch.

Wenn ein Patient so eine Varietät benutzt, ist es völlig OK, wenn Sie ihn nach einer Übersetzung fragen: “Entschuldigung, ich verstehe “laicha” nicht, was meinen Sie damit?”

Tipps: Schwäbisch ist kürzer und schneller als Deutsch. Kürzer: Teile des Wortes sind weg, sie sind verschliffen.

Deutsche benutzen die Dialekte und die Akzente dazu, zu erkennen, woher eine Person kommt.

Eine schwäbische Mutter sagt zu Ihrer Tochter: Mach koine Fisematenta!

Voulez vous visitez ma tente?

Möchtest du mein Zelt besuchen? tent (englisch)

Im Fernsehen gibt es ein “ZDF-Bayerisch” oder “ZDF-Schwäbisch”. Das ist eine Kunstsprache für das Fernsehen. Es klingt wie Bayerisch, aber die Leute in Hamburg können das verstehen. Fernsehen funktioniert nicht für das Training der Dialekte.

Wo trainiere ich das Hören und Verstehen von Dialekten?

* Im Kontakt mit Dialektsprechern.

* Mit Kindern.

* Auf dem Wochenmarkt.

* Im Verein.

* Mit der schwäbischen Nachbarin.

* In der S-Bahn.

* wenn der Kunde Dialektsprecher ist, reagiere ich mit einem Trick: Sie haben ja schon gemerkt, dass ich nicht von hier bin. Aber wenn Sie mir helfen, schaffat mr des scho. (Trick: 3-5 Worte Dialekt, dann wieder Hochdeutsch)

Aber wenn Sie mir helfen, schaffen wir das schon.

In Schwäbisch Hall mache ich das: Der Kunde kommt, er gibt mir sein Rezept, aus “Griss Gottle” weiß ich schon, das ist ein Dialektsprecher, ich schaue auf das Rezept und antworte “(Des) Hammer da”.

(Das) haben wir da.

Wenige Worte Dialekt reichen aus, damit ich ein Signal geben kann:

* Ich kenne Ihren Dialekt.

* Ich habe einen Freund/ einen Kollegen/ einen Familienangehörigen, der mir diesen Trick gezeigt hat.

* Ich respektiere Ihre Kultur.

Wenn dieses Signal kommt, hat dieser Dialektsprecher ungefähr folgende Phantasien:

* Oh, ich höre Dialekt. Ich habe das nicht erwartet, ich bin positiv überrascht.

* Die Person hat gute Freunde. Die Person ist nicht allein.

* Die Person kennt und respektiert meine Kultur.

Die Phantasien verändern das Verhalten des Dialektsprechers:

* von reserviert/ vorsichtig zu lächelnd und sich freuend, die Stimmung wird besser

* Ich respektiere dich.

* Das Verhältnis zwischen uns wird kooperativ.

Dialekt: I   hett  gern ebbes geaga mein  Huaschta ond au   a paar Halstabletta.

Beispiel: Ich hätte gern etwas gegen meine Erkältung und auch einige Halstabletten.

GBs Tipps: Lernen Sie nicht Dialekt. Das ist fast unmöglich.

Geben Sie ein kleines Signal. Ich weiß, dass die Menschen in dieser Apotheke oft Dialekt sprechen und ich habe einen “Dietrich” für den Dialekt, ein paar Worte, die die Herzen der Dialektsprecher öffnen.

(Die Varianten * können Sie das auch auf Deutsch sagen? , * können Sie das bitte wiederholen? und

* können Sie bitte langsam und deutlich sprechen? sind möglich, lösen aber nicht unbedingt die kommunikativen Schwierigkeiten).

Tür auf, Guten Morgen Frau Scheiffele. Wie geht es Ihnen heute?

Bleibat Se mr bloß fut. Dia Nacht war a oinzige Kataschdroof!

Bleiben Sie mir nur fort. Diese Nacht war eine einzige Katastrophe.

=Lassen Sie mich in Ruhe. Kommen Sie nicht in meine Nähe.

Wieso? Was ist denn passiert?

Wa bassiert isch? Ha, all Nes lang kommt oiner rei ond gibt mr a Schpritz. Da ko ja koi Mensch schlofa!

Was passiert ist? Also, alle Nase lang kommt einer rein und gibt mir eine Spritze. Da kann ja kein Mensch schlafen.

  • gemeint: alle fünf Minuten

Das ist ganz normal, Frau Scheiffele. Wir stellen gerade ihr Heparin ein. Das war meine Anweisung. Wir sind nicht ein Hotel. Das ist ein Krankenhaus.

Ha, Sie sent mr ja a Reachtr!

Was wollen Sie? Wollen Sie gesund werden oder wollen Sie noch etwas Puderzucker auf Ihren Kaffee?

Ah, Sie hent ja reacht. Also, wa kommt als nexschdes?

Sie müssen alle zwei Stunden kontrolliert werden, wir müssen alles Mögliche kontrollieren. Frau Scheiffele, wir sind noch nicht über den Berg. (=Sie haben eine ernste Krankheit, es kann noch Komplikationen geben, Sie müssen sich anstrengen und mitarbeiten.) Heparin kennen Sie jetzt ja schon.

Moinat Se die kloine Schbritza en da Bauch? Ja, genau, die meine ich. Das Heparin werden Sie jetzt bekommen, solange Sie hier sind.

Kennen Sie schon Kompressionsstrümpfe?

Wann ko e denn hoim?

Nach Hause? Sie sind gut: Sie müssen noch mindestens fünf Tage bleiben, vielleicht länger.

Wir müssen Ihren INR neu einstellen. Solange der so hoch ist, gehen Sie hier nicht raus.

Sie müssen ab jetzt auf einige Dinge aufpassen. Ich gebe Ihnen einen Aufklärungsbogen, den Sie bitte durchlesen. Danach sprechen wir darüber.

Sie sent ja guat. Wa kommt denn no?

Das ist noch nicht alles. Einige Dinge werden sich in Ihrem Leben ändern.

Schwester Sylvia zeigt Ihnen, wie Sie diesen INR selbst messen können.

Sie bekommen von uns auch einen Ausweis, den Sie bitte immer vorzeigen.

Ha, moinat Se, des isch ebbes Ernschdes?

Also, meinen Sie, das ist etwas Ernstes?

Frau Scheiffele, ja, das ist etwas Ernstes. Sie werden lebenslang Medikamente nehmen müssen. Sie werden Strümpfe tragen.

Wia? Was? Au etz em Sommr, wenn´s hoiß isch?

Wie? Was? Auch jetzt im Sommer, wenn es heiß ist? Ja, auch dann.

orale Antikoagulanzien verabreicht bekommen.

Machen Sie sich nicht zu viele Sorgen. Wenn Sie es richtig machen und sich viel Unterstützung kommen lassen, haben Sie noch ein schönes, langes Leben.

B1-C1: Problem Übersetzungen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Was ist besser: Google oder Mensch? Google oder Kontext? Ein Vergleich:

Google ist schnell: 216.000 Ergebnisse in 0,16 Sekunden.

Google arbeitet nicht kontextuell und nicht semantisch.

Google gibt mir 5 Ergebnisse, von denen 4 passen.

Ich weiß nicht, welches Ergebnis in diesem Kontext passt.

z.B. Camera gesucht,

Google gibt mir .

Fotoapparat, ein Zimmer, eine Kammer, eine Kemenate, eine Stube

Sie bekommen dadurch 8 Probleme:

* ich weiß nicht, welches Wort in diesem Kontext nicht passt.

* ich weiß nicht, wie alt das Wort ist.

* ich kenne nicht die Bedeutungsunterschiede und die Nuancen der Wörter

* ich werde unsicher

* ich vergesse alle Ergebnisse der Googlesuche nach zwei Minuten

* in der Fachsprachenprüfung und in jeder Prüfung: Die Prüfung endet, ich bestehe nicht, sobald der Prüfer merkt, dass ich Google benutze:

* im Kontakt mit dem Kunden: Der Kunde spürt meine Unsicherheit und sucht einen anderen Dienstleister/ Lieferanten.

* mein Lernen wird mit Google viel länger und viel schwieriger. Es dauert Jahre, bis ich Deutsch C1 erreiche.

Andere Menschen/ Fragen im Kontext

* sind am Anfang langsam und werden dann immer schneller

* passen im Kontext

* sind mit einem Gesicht verbunden, das bedeutet, ich kann mir das gefundene Wort sehr gut merken

* machen mich am Anfang unsicher und nach einer Minute sicher.

* machen mich unabhängig von Wörterbüchern und Lehrern. Ich finde alles in kurzer Zeit heraus.

Effekt: ich erreiche Deutsch C1 mit dem Trick Kontextlernen innerhalb von (wenigen) Monaten.

B2: Nomen-Verb-Gruppen (NV-Gruppen) und Verben mit Präpositionen (V+P)

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

4.     Genauigkeit erreichen

A1-C2: Endungen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Welches Arzneimittel wenden Sie regelmäßig an? Da ich oft Atemnot habe, nehme ich immer dieses Salbutamol. Die Deutschen achten stark auf die rot gehaltenen Endungen, die grau gehaltenen Wörter sind austauschbar. Wie lerne ich die Artikel zum Nomen? Ich konzentriere mich auf die Endung des Nomens, also z.B. –ung, -ment, -heit etc. Damit kann ich ca. 3% der Nomen sicher bestimmen.

  • Ich benutze das System „Versuch und Irrtum“.

Ich benutze den Artikel, den ich für richtig halte. Das produziert viele Fehler und verunsichert alle Beteiligten.

  • Ich benutze nur feminin, alles ist „die“. Dadurch habe ich eine Trefferquote von 46%.
  • Ich lerne jedes Nomen mit dem passenden Artikel auswendig. Das ist eine endlose Arbeit. Es gibt ca. 23 Millionen Wörter in Deutsch, ein C1-Sprecher kennt davon ca. 15.000 Wörter aktiv.
  • Mit sprachlichen Bildern arbeiten,

die ich mir gut merken kann, z.B. Der Briefträger beißt den Hund (Kombination der – der) Die Katze frisst die Maus (Kombination die – die) Das Handy fällt aus dem Fenster (Kombination das – das)

  • Ein Nomen in 2-3 Sätzen benutzen und dabei die Verbindungen (die slots) benutzen und sichtbar machen, z.B. ich mache die Übung, ich habe sie gemacht.

Wie lernen Kinder in Deutschland alle Artikel? Die Mama sagt: Schau mal, da ist ein Hase.

  1. Nennung

Keine Endung – keine Endung ist ein Signal an kleine Kinder: du musst jetzt gut aufpassen!!!!!! Er rennt in den Wald.

  1. Nennung: Alles klar, Hase-der Hase

Kinder lernen über Hören, sie lernen mit dem System

  1. Nennung – 2. Nennung).

Kinder lernen auch dann korrekte deutsche Grammatik, wenn sie falsche Informationen bekommen. Sie vergleichen, was oft kommt, und entwickeln daraus die korrekte grammatische Form. Kinder lernen die Endungen mit Wiederholungen, z.B.

 

                                      Nane ham.

Ah, du möchtest eine Banane haben? Warte, ich gebe dir eine. Kinder übersetzen nicht. Sie denken Sprache 1 und sprechen Sprache 1, sie denken Sprache 2 und sprechen Sprache 2. Das ist ganz einfach: ich sehe das Gesicht und spreche die Sprache, die zum Gesicht passt.  Warum lernen die Kinder DerDieDas viel schneller und viel präziser als Erwachsene?

  • Kinder steuern über die Endungen das schnelle Erfüllen ihrer Wünsche. Sie lernen: wenn sie die Endung sprechen, bekommen sie schneller, was sie haben wollen. Kinder manipulieren. Endungen sind ein Mittel der Manipulation.

 

  • Ich frage eine deutsche Person, sie antwortet sofort, B. Sagt man der Tapir oder das Tapir?

Der Tapir. Oder: Ich weiß nicht, was ein Tapir ist, aber man sagt garantiert: der Tapir. Oder: ich kenne das Wort nicht, was ist das? Wo hast du das gehört/ gesehen? (= die deutsche Person kennt das Wort nicht und geht mit mir gemeinsam in den Kontext und klärt das Wort.) Hustensäfte und manchmal Luschtablette und Singulair.   Haben Sie schon andere Begleitsymptome, z.B. Husten, Atemnot, Auswurf oder ähnliches o.ä.?ich habe Heiselkeit, Husten und Atemnot, aber ohne Auswurf.   Wann/ Wie häufig treten die Symptome auf? Ich huste den ganzen Tag und das stört mich sehr. Endungen lösen bei meinen Kund:innen in der Apotheke

  • Emotionen
  • Phantasien und
  • ein Verhalten

aus. Das funktioniert immer. Ich kann das nicht vermeiden. Ich kann es kontrollieren und steuern. Wenn ich korrekte Endungen spreche, erziele ich

  • positive Emotionen
  • positive Phantasien und
  • ein kooperatives Verhalten.

Die Kund:innen in der Apotheke WOLLEN positiv manipuliert werden. Sie erwarten das, sie achten sehr stark darauf und sie wünschen das auch.

  1. Fünfer-Regel von DerDieDas
  2. Sechser-oder-mehr-Regel von DerDieDas
  3. Die „helfenden Hände“
  4. Die Tricks der Deutschen
  5. Die Tricks der eingewanderten Apotheker:innen

 1.Fünfer-Regel von DerDieDas Welche Begleitsymptome sind Ihnen aufgefallen? Ich habe gestern die gleichen Symptome bemerkt wie letzte Woche, Fieber, Kopfschmerzen und Juckreiz am ganzen Körper.  Fünfer-Regel bedeutet: 5 (hier: 7) Endungen hintereinander korrekt, vielleicht ist das Zufall, aber die Deutschen fühlen sich gut aufgehoben, die Person kennt meine Kultur und beachtet sie. Die Emotion bleibt vorsichtig und reserviert, wird aber besser. Jetzt fange ich an, darüber nachzudenken, ob ich kooperativ werde. Eine falsche Endung innerhalb der ersten fünf Endungen löst aus, dass die Deutschen aus der Kommunikation aussteigen. Je früher eine falsche Endung auftritt, desto stärker ist der Effekt auf die Emotionen und das Verhalten.

  1. Sechser-oder-mehr-Regel von DerDieDas

Welche Begleitsymptome sind Ihnen aufgefallen? Ich habe gestern die gleichen Symptome bemerkt wie letzte Woche, Fieber, Kopfschmerzen und Juckreiz am ganzen Körper. Sind sie stärker geworden, haben sie sich verändert? Sie sind nicht stärker geworden, gestern waren sie leicht besser. Nur die Kopfschmerzen haben sich verändert, letzte Woche waren sie eine leichte Spannung am Hinterkopf, gestern waren es bohrende Schmerzen, auf beiden Seiten. Sechser-Regel bedeutet: Ich höre, dass die Person sechs oder mehr Endungen hintereinander korrekt sprechen kann. Das ist nicht mehr Zufall, die Person kann das. Die Vorsicht wird kleiner, das Vertrauen wächst, die deutsche Person bleibt in der Kommunikation, sie arbeitet mit mir zusammen. Ein Fehler nach der sechsten korrekten Endung löst bei der deutschen Person die Emotion Ärger aus: Was ist los mit dir? Kannst du nicht aufpassen?

  1. Die „helfenden Hände“

„Helfende Hände“ sind Deutsche, die mir beim Sprechen helfen: kleine Kinde, Taxifahrer, meine Chefin, die Verkäuferin auf dem Wochenmarkt, …. Alle Deutschen kontrollieren die Endungen. Alle Deutschen finden sofort einen Fehler. Aber nicht alle helfen mir danach. Das passiert mir heute selten. Ich sagte: „Ich habe Ihnen nicht gesehen.“ Die Person korrigierte mich: „Du hast das nicht gut gesagt: Du musst sagen: Ich habe Sie nicht gesehen.“ Günther Baurs Tipp: Sammeln Sie solche Personen. Seien Sie sehr freundlich, lächeln Sie, bedanken Sie sich und vertiefen und intensivieren Sie diesen Kontakt. Warum? Diese Person hat in einer Viertelsekunde fünf Phantasien:

  1. Möchte ich, dass unser Kontakt mit einem Problem beginnt? Nein. Ich möchte unseren Kontakt ohne dieses Problem fortsetzen.
  2. Die Sprecherin wird in der Zukunft viele Probleme bekommen.
  3. Möchte ich, dass die Sprecherin diese Probleme in der Zukunft hat? Nein. Ich möchte, dass die Sprecherin mit allen Leuten gute Erfahrungen macht.
  4. Wie helfe ich ihr am besten? Was braucht die Sprecherin jetzt und in der Zukunft? Hier kommt die Korrektur.
  5. Wie reagiert die Sprecherin auf meine Korrektur? Wenn Sie positiv reagiert, (ist sie mir sympathisch und) helfe ich ihr mehr.

 

  1. Die Tricks der Deutschen

Die Deutschen können

  • Den falschen Artikel sprechen, zurückgehen, den richtigen Artikel sprechen und das Nomen anhängen, z.B. ich habe eine schöne [Stopp, kleine Sprechpause]

            einen schönen Mantel für dich gesehen.

  • Den Artikel sprechen, kurz pausieren, ein anderes, passendes Nomen wählen und weitersprechen,

z.B. ich habe eine schöne [Stopp, Synonym wählen]                      Jacke für dich gesehen.  Die Deutschen machen diese ultraschnellen Selbstkorrekturen, weil sie nicht das peinliche Gefühl haben wollen, „links zu blinken und rechts abzubiegen“. Sie wissen, die anderen Deutschen kontrollieren das und lachen dann oder sind ärgerlich. Das wollen sie vermeiden. Die Abläufe sind superschnell und superpräzise. Eine Person, die einen Fehler korrigiert, bevor er entsteht, gilt bei den Deutschen als kompetent und elegant.

  1. Die Tricks der eingewanderten Apotheker:innen
  • Langsam, bedächtig sprechen
  • Übungen erledigen, (macht mich sicherer, löst aber nicht alle Probleme)
  • Jede Gelegenheit zum Sprechen mit Muttersprachlern nützen
  • Eine Hospitation in der Apotheke machen
  • Beim Sprechen die Korrektur der Deutschen aktiv einfordern, ein Gespräch im Gespräch starten, z.B.

Wir können dieses     Oh Entschuldigung, sagt man der oder das     Obstipation? Es ist DIE Obstipation. Danke            diese Obstipation behandeln.  Dieser Trick löst 5 Phantasien im Kopf der deutschen Person aus:

  1. Gleich kommt ein Endungsfehler, ich freue mich schon darauf.
  2. Wow: die Sprecherin weiß genau, wo die Probleme liegen!!!! Respekt! Sehr clever!
  3. Die Sprecherin fragt mich. Möchte ich der Sprecherin helfen?
  4. Ja, klar, cleveren Leuten helfe ich gerne.
  5. Vielleicht hilft die Sprecherin mir auch bei meinen Problemen.
  • die anderen Symptome
  • die blauen Schuhe
  • Grammatisch: Artikel Adjektiv Nomen
  • Plural NOM e     en     keine Endung
  • alles klar, alles schon gesagt
  • Variation, für den schönen Klang
  • (Rhythmus, Satzmelodie),
  • keine inhaltliche oder grammatische Bedeutung
  • die wichtige Info, die Deutschen suchen diese
  • Endung und benutzen sie für viele Funktionen im Text
  • Einen Fehler in den ersten 5 Endungen quittieren die Deutschen mit einem Abbruch der Kommunikation. Sie haben die Phantasie: Diese Person macht kleine Fehler beim Sprechen und beim Arbeiten.
  • Die Regel dahinter: Endungen produzieren Phantasien. Das ist gut. Die Deutschen benutzen die Phantasien für schnelles Verstehen, für das Evozieren von komplexen Bildern im Kopf.
  • Ein Fehler bei Endung Nr. 6 bis Endung Nr. unendlich quittieren die Deutschen mit einer ärgerlichen Kritik: Sie gehen davon aus, dass der Sprecher alle Endungen korrekt sprechen kann (die ersten fünf in Reihenfolge waren richtig), und wundern sich, dass Fehler trotzdem auftreten (und ihre Phantasien und ihr schnelles Verstehen stören). “Was ist los mit dir? Bist du krank?”
  • Für C1-Sprecher ist das ein NoGo, ein unmöglicher Fehler. Bitte sofort eliminieren, nie wieder wiederholen!!!
  • Phonetik und Endungen lernen mit
  • * fünf “hilfreichen Händen”, das sind Menschen, die mir sympathisch sind, die mich korrigieren dürfen und die mich aktiv korrigieren
  • * lautem Lesen oder Vorlesen
  • * einem WhatsApp-Partner, der schnell Korrekturen schicken kann
  • * einigen Videoaufnahmen für die äääähs und ööööhs

A2-B2: trennbare Verben im Kontext

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Wie werde ich sicher beim Benutzen von (nicht) trennbaren Verben?

Drei Versuche:

* auswendig lernen. GB: Viel Glück! Das funktioniert nur einmal. Die nächste Situation erfordert eine kleine Variante.

* aus der Muttersprache übersetzen. GB: Viel Glück! Das wird viele Fehler produzieren.

* mit einer Liste der trennbaren Verben: abnehmen, absagen, absägen, abschneiden, abtrennen, abziehen, …. GB: Viel Glück. Die Liste verwirrt meinen Kopf, ich kann mir das nicht merken.

Diese drei Versuche sind “der highway to hell”, so kommen Sie ganz schnell in Teufels Küche. Viele erwachsene Deutschlerner versuchen das und machen schlechte Erfahrungen. Die Deutschen werden entweder lachen oder nicht verstehen oder ärgerlich werden. Mein Tipp: stoppen Sie diese Versuche.

* mit jemandem trainieren. Die Person zeigt mir im Kontext, wie DIESES trennbare Verb in DIESEM Kontext funktioniert.

* GBs Tipp: Gehen Sie in den Kontext und fragen Sie eine Person, die in diesem Kontext arbeitet. Diese Person benutzt jedes trennbare Verb korrekt und kann Ihnen das zeigen.

Wie entstehen trennbare Verben?

  1. Die Deutschen sind in einem Kontext, z.B. in einer Zeitungsredaktion.
  2. In diesem Kontext gibt es ein Problem: eine Person sucht eine Info im Internet, findet sie aber nicht.
  3. Sie suchen die Lösung für dieses Problem.
  4. Sie finden eine Lösung und können das Problem beheben. Sie verändern die Suchbegriffe solange, bis Google die Information findet.
  5. Eine Person fragt: Wie nennen wir diese Lösung?
  6. Eine andere Person antwortet: Wie wär´s mit “durchgoogeln”?
  7. Alle Leute lachen und sagen: das ist gut, das nehmen wir. Ein neues, trennbares Verb ist entstanden, das nur in diesem Kontext funktioniert.

Trennbare Verben produzieren sofort im Kopf des Hörers komplexe Phantasien. Die Phantasien zeigen, was das trennbare Verb IN DIESEM KONTEXT genau auslöst. Trennbare Verben kann ich nicht von einem Kontext auf einen anderen Kontext übertragen.

Methode Komposita

Atemwiderstandmessgerät:   atmen, der Atem,   wider=gegen, widerstehen=etwas nicht machen, obwohl ich große Lust dazu habe, der Widerstand,   messen,   s Gerät = die kleine Maschine   Die Deutschen verstehen sehr schnell Komposita, weil sie diese Technik benutzen:   welche Teile hat das Wort?   Was bedeuten die Kombinationen? Vermuten, was ist das?    Welche Phantasien entwickle ich beim Hören dieses Wortes? Kontakt aufnehmen, fragen? Idee fürDeutschlerner:   Keine Angst vor langen Wörtern:     Bestandteile des Wortes analysieren     Phantasie entwickeln     Deutsche/ Kollegen/ Experten fragen: ist meine Phantasie korrekt?. Beispiel: der Stiftdeckelfarbeimerfabrikdirektor zwölfmillioneneintausendzweihundertdreiundachtzig 1201283   ein Federmechanismus ist ein Mechanismus. Zum Beispiel ein Kugelschreiber hat eine Metallfeder, die elastisch und flexibel ist. Es gibt zwei Phasen: einmal drücken löst aus, dass die Spitze des Kugelschreibers fixiert wird und ich mit dem Kugelschreiber schreiben kann. Der Kugelschreiber funktioniert. Zweimal drücken löst aus, dass die Spitze des Kugelschreibers im Kugelschreiber drinnen ist und ich nicht mehr schreiben kann Der Kugelschreiber hat einen Federmechanismus.

 

Methode 200 Sätze

Ich nehme ein neues, für mich unbekanntes Wort und benutze es in einem Kontext, den ich verstehe. Alle Wörter in diesem Kontext sind mir bekannt, nur nicht das neue, unbekannte Wort. Dadurchlerne und verstehe ich das unbekannte Wort. Nach 80 Sätzen kann ich die Fehler in meinen Sätzen selbst korrigieren. Nach 150 Sätzen kann ich anfangen, Deutsch B2 zu sprechen. Nach 200 Sätzen kann ich alles in Deutsch auf dem Level B2 ausdrücken. s auslenken ist eines von 10000 trennbaren Verben in Deutsch. Jedes trennbare Verb hat eine spezielle Bedeutung in einem speziellen Kontext. Ich schaue mir den Kontext an, in dem dieses Verb vorkommt. In diesem Kontext: Die Membran wird durch den Atem ausgelenkt=Der Atem lenkt die Membran aus=Der Atem bringt die Membran in eine bestimmte Position. Wie lerne ich trennbare Verben? Antwort: im Kontext. Wenn ich den Kontext nicht kenne, lese ich weiter. Vielleicht kommt das trennbare Verb noch einmal, und ich verstehe es dann. Es gibt ein doppeltes Aha-Erlebnis. n Rändelschraube ist eine Schraube, mit der ich Ränder klein-klein einstellen kann, das ist fast stufenlos einstellen. Das “L” am Ende von Wörtern: lachen=Spaß haben mit offenem Mund, die Zähne sind sichtbar. lächeln=Spaß haben mit geschlossenem Mund, die Zähne sind nicht sichtbar. schütten schütteln

B2: Methode KEGEL

Kontext – Emotion – Gesicht – Erfolg – Lust auf mehr: Ich gehe in den Kontext, ich habe eine Emotion, ich frage ein Gesicht, ich habe einen Erfolg, ich bekomme Lust auf mehr. Ich kann mich viel besser erinnern

 

B1-C2: Didaktische Überlegung zu Methoden

  • Welche Methode funktioniert immer gleich schnell?
  • Welche Methode funktioniert am Anfang langsam und dann immer schneller?
  • Welche Methode produziert viele Fehler?
  • Welche Methode nützt nichts?
  • Welche Methode macht Lehrer arbeitslos? (Sie bringt schnell Erfolge, ohne dass ich von jemandem abhängig bin)
  • Welche Methode macht mein Kind stolz auf mein Deutsch?

B2: Fachbegriffe

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Karenbach-Methode

Biologen-Methode

Etymologische Methode (erweiterte Wortfamilie)

5.     Wortschatz erweitern

B1-B2: Wortfamilien ausbauen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Weitere Tricks im Umgang mit Nomen-Verb-Gruppen. Sie stehen auf dem Level B2 und verbinden stets zwei Wortfamilien. Sie können sie also dazu benutzen, von einer Wortfamilie in die andere zu wechseln, das Einfache mit dem Anspruchsvollen zu verbinden und Deutsch zu denken.

Hinweise zum Erlernen von trennbaren Verben. Sie stehen auf dem Level A2 und verbinden Wortfamilien mit Kontexten, mehr noch: trennbare Verben evozieren ganze Kontexte in der Phantasie der Hörer und beschleunigen und präzisieren so das Verstehen. Die Wucht dieses schnellen und präzisen Verstehens kann man ablesen, wenn man ein trennbares Verb in einem anderen, nicht passenden Kontext einsetzt. Das Missverstehen ist sprunghaft größer. Das Erlernen von trennbaren Verben im eigenen beruflichen Kontext ist eine Möglichkeit, wie Sie sehr schnell von Deutsch A2 auf Deutsch B2 gelangen.

Wie funktionieren NV-Gruppen?

Das Nomen zeigt den Inhalt, das Verb zeigt den hohen Sprachlevel, z.B.

in Ordnung bringen=etwas ordnen, dabei aktiv sein.

die Herstellungskosten B2 Kompositum

die Herstellung B1

herstellen A2 trennbares Verb

stellen A1

zur Verfügung stellen B2 Nomen-Verb-Gruppe

die Verfügung b1 Nomen mit -ung

verfügen A2 nicht trennbares Verb

fügen A1 einfaches Verb

Trick: Nomen-Verb-Gruppen/ Komposita/ Fachbegriffe sind automatisch auf dem Level B2.

Sie verbinden zwei Wortfamilien miteinander.

Über sie kann ich von einer Wortfamilie in eine andere Wortfamilie wechseln, ich kann “in Wortfamilien wandern”.

Mit diesem Trick kann ich

* B2 erreichen

* B2 halten und auf B2 weitersprechen

* viele Wortfamilien verbinden

* beginnen, Deutsch zu denken

* auf B2 sprechen und schreiben, ohne zu übersetzen. Mein Sprechen und Schreiben wird schneller, wird automatisch korrekt und es wird leichter den Sprachlevel B2 zu halten bzw. in andere Sprachlevel zu wechseln.

enden A1 – das Ende A2 – zu Ende bringen B2 – bringen A1 mitbringen A2 – das Mitbringsel B1

fließen A1 – einfließen A2 – der Einfluss B1 – Einfluss nehmen auf B2 – nehmen A1 – einnehmen A2 – die Einnahme B1 – die Arzneimitteleinnahme B2

laufen A1 – laufend C1 Partizip I – das Laufende C1 Nominalisierung eines Partizip I – auf dem Laufenden sein B2 – sein A1 – dasein A2 – das Dasein B1

Eindruck machen auf B2 – der Eindruck B1 – beeindrucken A2/B1 – drücken/ drucken A1 – der Druck B1 – unter Druck setzen B2 – setzen A1 – einsetzen A2 – der Einsatz B1 – der Krankenwageneinsatz B2

Ruhe bewahren

A1 einfaches Verb

geben

A2 Trennbaren Verben

abgeben

angeben Kontext Informationen liefern, Der Patient gab an, die Medikamente eingenommen zu haben.

Kontext übertreiben/ mehr sagen, als man einhalten kann.

Du gibst doch bloß an, du kannst doch gar nicht Autofahren.

aufgeben Kontext Spiel/ Kampf/ Krieg Ich gebe auf=ich beende das Spiel, du hast gewonnen

Kontext Post: Ich gebe den Brief auf=ich gehe zur Post und schicke den Brief ab

Kontext Schule Ich gebe euch S. 63 Nr. 4a auf

ausgeben Ich habe das Geld ausgegeben=Ich habe mit dem Geld etwas bezahlt/ gekauft.

eingeben Kontext Büro Ich gebe die Daten ein=Ich erfasse die Daten im Computer

Kontext flüstern, geheime Informationen geben

Wer hat dir das eingegeben? Von wem hast du diese Information geheim erhalten?

mitgeben

nachgeben

vorgeben Ich gebe ein Beispiel vor, und Sie finden neue Beispiele

Kontext eine Rolle spielen

Er gab vor, ein Buchhalter zu sein. In Wirklichkeit war er ein Betrüger.

weitergeben

zugeben

zurückgeben

A2 Nicht trennbare Verben

ergeben Kontext Mathematik Fünf plus drei ergibt acht 5+3=8

übergeben Kontext persönlich etwas oder jemanden einer anderen Person geben

Ich übergebe dir diesen Patienten

sich übergeben Kontext den Mageninhalt durch den Mund ausspucken

War Ihnen schlecht? Mussten Sie sich übergeben?

umgeben Der Park umgibt das Schloss.

B1 Nomen

die Gabe

die Abgabe

die Angabe

die Aufgabe

die Eingebung=die gute Idee, die mir Gott gibt

die Vorgabe = die Regel, das Kriterium, die Bedingung, die erfüllt werden müssen

B2 Komposita

der Abgabetermin

die Arzeimittelgabe

die Hausaufgabe

B2 Nomen-Verb-Gruppen

einen Rat geben

Bescheid geben

Angaben machen zu =Informationen liefern über ein Thema

Seine Frau konnte keine Angaben dazu machen, welche Medikamente ihr Mann nahm.

Vorgaben machen

Der Professor machte keine Vorgaben, wie die Abschlussarbeit aussehen soll

B2 Redewendungen

sich zu erkennen geben

Was kann ich mit Wortfamilien machen?

* meinen Wortschatz wiederholen, alle Wörter sammeln, die ich kenne und die den passenden Wortstamm haben

* anderen Leuten meine Wortfamilie zeigen und sie fragen: welche anderen Wörter fallen dir dazu ein?

* selbst neue Wörter zusammenbauen, die deutsche Sprache vergrößern, z.B der Eingebungsgenerator

* unbekannte Wörter finden und analysieren und (teilweise) verstehen,

z.B. das Rückgaberecht, Ihnen steht zwei Wochen nach dem Kauf ein Rückgaberecht zu.

besteht aus rück-zurück, geben, die Gabe, das Recht

= Man kann diese gekaufte Sache zwei Wochen lang zurückgeben, danach nicht mehr

* über B2 (Komposita, Nomen-Verb-Gruppen, Fachbegriffe) in andere Wortfamilien wechseln, Wortfamilien verbinden

z.B.verarzten A2 der Arzt B1 die Arznei B1 Arzneimittelgabe B2 die Gabe B1 geben A1

z.B. geben A1 angeben A2 die Angabe B1 Angaben machen B2 machen A1

* ein Wortnetz in meinem Kopf bauen,

  1. 10-15 Wortfamilien verbinden und dann

im Kopf einen Bereich etablieren, in dem ich

* Deutsch denken kann.

Die Methode Wortfamilien hat einen interessanten Effekt: Sie startet schnell und wird immer schneller.

* Dialekte besser verstehen. (Die Dialekte sind Teile der indoeuropäischen Sprachfamilie. Die Regeln zwischen Deutsch und Dialekt sind die gleichen Regeln wie zwischen den indoeuropäischen Sprachen.

* Wortfamilien können sich auch über verschiedene Kulturen und Zeiten erstrecken. Das funktioniert in der indoeuropäischen Sprachfamilie von germanisch bis sanskrit/ hindi.

Damit kann ich die Zusammenhänge der medizinischen Fachbegriffe sehen.

Ich kann mit Wortfamilien zwischen Kulturen, Zeiten, Kontexten wandern. Die Regel ist: die Konsonanten bleiben in Wortfamilien gleich oder ändern sich nach bestimmten Regeln. Die Bedeutung des Wortes ist in vielen Sprachen/ Kulturen gleich oder ändert sich in bestimmten Kontexten.

z.B. kardía, kardía (altgriechisch)

cor, cordis (lateinisch)

cuore

corazon

coeur

ch-Brücke

Herz

heart

Der Kardiologe =

der Herz-Spezialist

Tipp: immer wieder eine Wortfamilie beginnen/ erweitern oder mit einer anderen Wortfamilie verbinden,

aber jedesmal nur 20 Minuten oder weniger. Das macht den Lernprozess schnell.

Aufwand: 20 Minuten Start der Wortfamilie

3 Minuten andere Leute fragen und so mühelos einige neue Wörter bekommen

2 Minuten über B2 (Komposita, Fachbegriffe, Nomen-Verb-Gruppen) Wortfamilien verbinden

Summe 25-30 Minuten pro Wortfamilie

x 15 ==> in 450 Minuten zum Deutsch-Denken

Wortfamilie “lasten”, die “Last”

A1 lasten

A2 entlasten=die Last/ die Verantwortung abnehmen. Die Mitgliederversammlung hat den Vorstand entlastet.

lästig, belästigen=etwas Unangenehmes tun oder sagen

B1 die Belästigung

B2 zur Last fallen

Wortfamilie “treffen”

A1 treffen

A2 betreffen, eintreffen=ankommen, antreffen

B1 das Treffen, der Treffer

B1/B2 betroffen sein von

B2 der Treffpunkt, der/ die Betroffene

6.     Respekt genießen

B2: Verb, Verb (V,V)

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

A2, Hauptsatz mit V2, Nebensatz mit VL

Ich kaufe ein Auto, wenn ich genug Geld habe.

B2, Nebensatz mit VL, V2 im Hauptsatz

Wenn ich genug Geld habe, kaufe ich ein Auto.

Verb,Verb

Verb, Verb ist ein großes Problem für A2-/ B1-Sprecher.

Wenn ich genug Geld habe, also, pass auf, ich erklär dir das,

Ich kaufe ein Auto, wenn ich genug Geld habe.

Der B1-Sprecher startet den Nebensatz, nach dem Verb ist er verwirrt: Wie geht das weiter?

Er spricht einen Zwischensatz, und dann spricht er Hauptsatz, Nebensatz

Tipp: VerbKommaVerb trainieren und im Alltag und in der FSP benutzen.

Effekt: Der Sprecher gilt als B2-Sprecher, als Profi in seinem Beruf

(Phantasie: “er kann mit dem Chef/ mit dem Patienten/ mit dem Kunden/ mit allen B2-Sprechern sprechen” oder

“Wer VerbKommaVerb sprechen kann, kann alles korrekt sprechen”)

Bevor ich Ihnen antworten kann, möchte ich Ihnen noch ein paar Fragen stellen/ brauche ich noch ein paar Informationen.

Nebensatz, Hauptsatz

Verb, Verb ist ein Signal an Deutsche: ich kann alle Satzkonstruktionen korrekt sprechen. Effekt: Die Deutschen haben mehr Respekt vor mir.

Verb letzte Position im Nebensatz Komma Verb zweite Position im Hauptsatz

Verb, Verb ist ein Bestandteil von Deutsch B2. Nicht alle Deutschen können das ohne Fehler sprechen. A2-Sprecher benutzen folgenden Trick:

Wenn ich für dich einkaufen soll, also ich erkläre dir das nochmal: du musst mir schon sagen, was du brauchst, wenn ich für dich einkaufen soll.

A2-Sprecher sprechen den Nebensatz mit Verb letzte Position (normales A2), dann wissen sie nicht, wo Verb im Hauptsatz steht, sie unterbrechen sich selbst (und sprechen vielleicht einen Zwischensatz), dann sprechen Sie Hauptsatz, Nebensatz (normales A2). Die Kombination Verb, Verb (B2) vermeiden sie und sprechen sie nicht aus.

B2: Nomen-Verb-Gruppen (NV-Gruppen) und Verben mit Präpositionen (V+P)

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

B2-C2: Deutsch denken durch Wortfamilien

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

7.     Verstehen beschleunigen

A2-C1: Phantasien und beschleunigtes Verstehen durch Endungen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

A1-C1: Verschleifen, verschlucken, verschmelzen, überlappen

sind vier Deformationen von Artikelendungen oder Wortteilen, die in Deutsch ganz normal sind.

Vorteil: schneller verstehen, präziser verstehen und mit weniger Mühe verstehen.

schnell+präzise+wenig Mühe=elegant

Nachteil: Sie machen das Hören und Sprechen von Deutsch für erwachsene Lerner extrem schwierig.

A2-B2: trennbare Verben im Kontext

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

8.     Sich und andere leiten

A1-B2: Zugang zur sozialen Gruppe durch Artikel

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

A1: Partikel

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

* kann ich weglassen, die Bedeutung des Satzes verändert sich nicht

* gibt dem Satz eine “Färbung”, manipuliert den Hörer

* sind Gewürze in der Suppe

* kann ich kombinieren, ich bekomme kombinierte Effekte

* macht den Satz weniger direkt, weniger hart, weniger brutal.

bei Kindern/ Verkäufer:innen/ Apotheker:innen

* dann halt: Der Patient ist dann halt zu uns in die Notaufnahme gekommen. Effekt: du musst nachdenken, er hat kurz nachgedacht.

* eigentlich: Was machst du da eigentlich? Effekt: ich will es genau wissen.

* denn: Was machst du denn da? Effekt: der Sprecher zeigt Interesse, ist neugierig, klingt freundlich

* doch: Das ist doch falsch, oder? Effekt: Verstärkung, aber auch Unsicherheit

* ja: Das ist ja schön! Verstärkung, meistens von etwas Positivem

* schon: Das habe ich schon mal gesehen. Effekt: Wiederholung

* einmal: Kannst du mir einmal deinen Stift geben? Effekt: kleine Arbeit

* aber: Das ist aber teuer! Effekt: Verstärkung

* bloß: Mach das bloß nicht! Effekt: starke Warnung, Verstärkung von etwas Negativem

* Was ist denn schon dabei, wenn du mir einmal ein Eis spendierst?

Was ist dabei, wenn du mir ein Eis spendierst?

Kannst du nicht wenigstens einmal dein Zimmer aufräumen, ohne dass du gleich wieder zu maulen anfängst? Du glaubst gar nicht, wie sehr mir das auf die Nerven geht.

Ich kann doch das Gleiche sagen: Kannst du nicht wenigstens einmal mich in Ruhe meine Serie schauen lassen?

Wo lerne ich, mit Partikeln zu sprechen und meine Gesprächspartner:innen erfolgreich zu manipulieren?

* wenn ich eine Person überzeugen möchte, wenn ich etwas empfehle

* wenn ich die Wahl/ die Entscheidung genauer formulieren (und steuern) möchte

* in der Familie

* auf dem Pausenhof

* nicht Hochdeutsch, Alltagsdeutsch, flüchtiges Deutsch, z.B. auf der Straße, im Park, am Küchentisch, wenn Leute sich treffen und miteinander über Alltagsdinge sprechen

* in der FSP und im Verkaufs-/ Beratungsgespräch

Ich verstehe Ihre Frage nicht. Was meinen Sie denn genau? Vier Effekte sind möglich:

* der Sprecher hat eine Kommunikationsstrategie, er möchte die Kommunikation am Leben erhalten/ verbessern.

* Der Sprecher benutzt sehr elegant und unmerklich Manipulationen aus der Alltagssprache.

* Der Sprecher möchte, dass der Prüfer ihm hilft.

* Der Prüfer durchschaut den Trick, gibt Punkte für die gelungene Kommunikationsstrategie und ein Stichwort, damit der Sprecher weitersprechen kann.

A1-C1: Endungen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

A2-C1: Verb letzte Position (VL)

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

B2: Wechsel des Sprachlevels durch Wortfamilien

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

B2-C1: Zugang zur akademischen Welt durch B2-Brücken

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

B1-B2: Methode HS/ W-Frage/ NS/ Passiv

Übung: einen Vorschlag machen

Hauptsatz: Ich mache meiner Frau einen Vorschlag:

W-Frage: Welchen Vorschlag hat dein Arzt dir gemacht? Welches Verfahren bevorzugt/ empfiehlt er?

Nebensatz: Der Taxifahrer hat erwähnt, dass wir einen anderen Weg nehmen können,  weil wir uns verfahren haben. Er meint, dass er gerne einen Vorschlag machen möchte.

Passiv möglich? Dem Patienten wurde der Vorschlag gemacht, dass er ins Krankenhaus eingewiesen werden

kann.

HA: Üben Sie nach diesem Schema drei Nomen-Verb-Gruppen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das ist wichtig!!!!!!!!!!!!

Hauptsatz: Manche Kunden kommen auf diese Idee.

W-Frage: Auf welche Idee bist du gekommen? Warum kommen manche Kunden auf diese Idee?

Nebensatz: Denke daran, dass viele Kunden auf diese Idee kommen.

Passiv möglich? Auf diese Idee wird oft gekommen. (“schiefes” Passiv, die Deutschen verstehen diese Aussage, aber es ist nicht korrektes Deutsch).

Der Sinn dieser Übung: Hauptsatz, W-Frage und Nebensatz geben mir die Routine: Wie kann ich diese Nomen-Verb-Gruppe schnell und korrekt benutzten? Das muss ich hart und intensiv üben.

Passiv zeigt mir die Grenzen dieser Nomen-Verb-Gruppe. Es gibt:

normales, funktionierendes Passiv

“schiefes” Passiv

Passiv ist hier nicht möglich

Wenn ich den Passiv-Satz versuche, lerne ich die Grenzen dieser speziellen Nomen-Verb-Gruppe kennen.

Wenn ich solche Nomen-Verb-Gruppen ohne Fehler sprechen und schreiben kann, bin ich auf dem Level B2. Die Prüfer werden das bemerken und dafür Punkte geben.

Tipp: Üben Sie drei Nomen-Verb-Gruppen sehr intensiv, benutzen Sie eine oder zwei davon in der FSP. v

Verben mit Präpositionen:

klagen über

nachdenken über

denken an

leiden an/ unter

sprechen mit/ über

überzeugen von

(sich) erinnern an

sich erkundigen nach

behandeln mit

Hauptsatz: Die Kundin leidet außerdem an Zuckerkrankheit.

W-Frage: Woran leidet die Kundin?

Nebensatz: Der Arzt macht zusätzlich darauf aufmerksam, dass die Kundin an Zuckerkrankheit leidet.

Passiv möglich? An Zuckerkrankheit wird gelitten. (Das ist “schief”, das klingt komisch.)

Aktiv: Der Arzt behandelt die Kundin mit Metformin.

Passiv ist möglich: Die Kundin wird mit Metformin behandelt.

Warum ist das wichtig?

100% der Deutschen kontrollieren die Artikelendungen und die Verbpositionen (V2, VL).

20% der Deutschen, die B2- oder C1-Sprecher, kontrollieren V+P und NV-Gruppen: Kannst du das fehlerlos und flüssig sprechen? Bist du B2-Sprecher? Wenn ja, dann helfe ich dir weiter, dann arbeite ich mit dir zusammen, dann kaufe ich bei dir ein, dann bestehst du die FSP. (Sekretärin, Manager, Kunde, Prüfer)

Tipp: Trainieren Sie 3 NV-Gruppen und 8 V+P hart und sehr oft, bis Sie sie ohne Fehler sprechen und schreiben können.

Benutzen Sie davon 1-2 NV-Gruppen und 3 V+P in der FSP.

Oder, mit viel Lesen: C1-Zeitungen, z.B. die ZEIT, lesen und die NV-Gruppen dort unterstreichen. NV-Gruppen im Kontext verstehen.

sich zurückhalten bei

Adj+P: zurückhaltend sein gegenüber

N+P: die Zurückhaltung gegenüber

Ich halte mich bei politischen Diskussionen zurück.

Ich bin zurückhaltend gebenüber politischen Meinungen.

Ich übe Zurückhaltung gegenüber politischen Meinungen.

Beispiel im Apo-Apo-Gespräch:

Der Kunde rückte bei den Symptomen nicht mit der Sprache heraus. Er war sehr zurückhaltend gegenüber seinen Problemen bei der Miktion. Er ist ein älterer Herr, er war sehr schüchtern und das Thema war ihm sichtlich peinlich.

Wie konnten Sie ihm das Sprechen erleichtern?

Ich sagte ihm: Sie können mir ganz im Vertrauen von Ihrem Problem erzählen. Hier gilt die ärztliche Schweigepflicht. Wenn Sie wollen, können wir unter vier Augen/ da hinten in der Ecke/ in einem Besprechungsraum weitersprechen. Hier sind wir ungestört.

Machen Sie sich keine Gedanken/ Sorgen. Ich bin in meinem Beruf schon oft auf diese Situation/ auf dieses Problem gestoßen. Sie sind nicht alleine/ die einzige Person mit diesem Problem.

sich Gedanken machen über

sich Sorgen machen über

sich sorgen

stoßen auf

alleine sein mit

Effekte: Angst verlieren, frei sprechen können, Vertrauen gewinnen (Inhalt dieser Aussagen)

Phantasie: diese Person ist super kompetent, diese Person spricht NV-Gruppe, diese Person kann mit meinen Kunden/ mit meinem Chef sprechen (Wirkung von V+P/ Adj+P/ N+P/ NV-Gruppe, flüssig und korrekt gesprochen)

Das wirkt auch in der FSP sehr gut auf die Prüfer.

Wo/ Wie/ Mit wem kann ich trainieren, wie ich schnell und treffsicher die Sprachlevel zu wechseln?

B2: B2-Brücken

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

B1-B2: Genitiv

  1. Lernen Sie und benutzen Sie GEN. Das ist OK beim Chefarzt und in der FSP und in den Arztbriefen.
  2. Benutzen Sie als Ärztin/ Arzt GEN, auch beim Sprechen, auch bei A2-Sprechern. Das erhöht den Respekt der Patienten. (Die Hochsprache ist eine Bestätigung der Erwartung in dieser Art von Gesprächen).
  3. Bei A2-Sprechern und bei Dialektsprechern benutzen Sie bitte DAT. Effekt: Das erhöht das Vertrauen und das Gefühl, dass dieser Arzt/ diese Ärztin für mich verständlich, “auf einer Ebene” mit mir spricht.
  4. In meinem privaten/ kollegialen Umfeld klingt DAT freundschaftlich.

B2 Die Titel meiner Bücher

A2 Die Titel von meinen Büchern

C2 Mein Handy ist in meines Mantels Tasche. (literarische Sprache)

B2 Mein Handy ist in der Tasche meines Mantels.

A2 Mein Handy ist in der Tasche von meinem Mantel.

Umgangssprache A2 Mein Handy ist indrTasche von meinm Mantel.

Dialekt A2 MeiHandy isch endrDäsch vomeimMandl.

Ich benutze im ersten Satz des Arztbriefes:

* Verb,Verb

* Fachbegriffe und Komposita

* (Präposition mit) GEN (B2)

*  Partizipialkonstruktion (C1)/ Attribut (B2)/ Relativsatz (B1)

* Konjunktiv I (mit Passiv)

Sehr geehrte Kollegin,

wir berichten über Frau Angelika Müller, geboren am 05/09/1955, sie kam zu uns am 20/05/2020 wegen seit 3 Tagen bestehender stechender rechtseitiger Flankenschmerzen mit Ausstrahlung in den Rücken

Die Patientin berichtet, dass die Schmerzen langsam begonnen haben und seitdem anhielten und im Lauf der Zeit schlimmer geworden seien.

Züsatzlich teilte sie mit, dass die Schmerzen 7 von 10 auf einer Schmerzskala seien

Die Frage nach ähnlichen vorherigen Beschwerden wurde verneint.

Darüber hinaus seien ihr folgende Begleitsymptome aufgefallen: Erschwertes Wasserlassen (Dysurie), Harndrang (Polakisurie), der Harn sei mit Blut vermischt (Hämaturie) und von dunkler Farbe gewesen.

Die Vegetative Anamnese umfasst Fieber ( 38;7°), Schüttelfrost, Kopfschmerzen (Cephalgie), konstante Übelkeit (Nausea) und zweimaligem Erbrechen (Emesis), das nur Essensreste enthalten habe

Ihre Erkrankung ist Hypothyreose (seit 10 Jahren)

Sie sei vor 22 Jahren wegen einer linken Unterschenkelfraktur ( Fahrradunfall) operiert worden, die ohne Komplikationen verlaufen sei.

Die anamnestischen Angaben deuten am ehesten auf Pyelonephritis hin.

Folgende Differentialdiagnosen kommen in Betracht : -Nephro/Urolithiasis – Harnweginfektion – Adnexitis

Zur weiteren Abklärung sollte ich der Patientin körperlich untersuchen

B2: Attribut

Der Mann mit dem Hut ist mein Bruder. Attribut ist die Antwort auf: Welche … genau?

Attribute sind keine Information. Sie sind ein Teil der Information.

Der Mann, der einen Hut trägt, ist mein Bruder. Relativsatz ist die Antwort auf: Welche … genau?

Der einen Hut tragende Mann ist mein Bruder. Partizipialkonstruktion ist die Antwort auf: Welche … genau?

Die drei Formen sind austauschbar, ich kann jedes Attribut in einen Relativsatz umformen.

C1: Schreiben

Theorie des Arztbriefs/ Arztberichts:

  1. mit B2-Markern sofort den Level B2/C1 erreichen
  2. mit SOAP (subjektiv, objektiv, Analyse, procecere) oder mit gestrafften anamnestischen Angaben oder einer anderen Textstruktur die Schreibabsicht vorantreiben
  3. den Adressaten zum professionellen Handeln möglichst ohne Rückfragen) befähigen
  4. Schnellkorrektur durchführen
  5. Die Sekretärin fragen: welche drei Fehler finden Sie sofort? (4-Augen-Prinzip, Null-Fehler-Prinzip)

B2: Komposita

Krankenhauscafeteriamitarbeiterin

Krankenhausabteilung

Krankenhausapotheke

Balkontischdecke

Balkonpflanzendünger

Balkonfensterrahmen

Bronchopneumonie

Lastwagenfahrerunfallfolge

Buchhändlerversammlungsortreservierungsformular

Willkommen in Deutsch! Komposita sind kein Problem. Jeder kann neue Komposita bilden/ produzieren.

C1: Konjunktiv I

Konjunktiv I=Indirekte Rede, Signal: Diese Worte sind nicht meine Worte. Ich bin juristisch sicher.

Indikativ=”die reale Welt”, Signal, das ist so. Ich bin juristisch angreifbar.

* Konjunktiv

* Fachbegriffe übenübenüben

* Nomen-Verb-Gruppen auf dem Papier/ vor dem Spiegel/ in der Lerngruppe/ mit Videofunktion auf dem Handy üben

* Genitiv benutzen/ Präpositionen mit GEN benutzen “infolge des Krankenhausaufenthalts seiner Frau geriet er in eine hochriskante Situation”

* V+P/ Adj+P/ N+P/ NV-Gruppe

* Attribut – Relativsatz “ein mit Diabetes und Parkinson doppelt belasteter Patient=ein Patient, der mit Diabetes und Parkinson doppelt belastet ist”

Attribute sind keine Information, sie sind ein Teil einer Information. Ein Attribut ist die Antwort auf die Frage: Wer genau? Was genau? Attribute kann ich in Relativsätze umformen, Relativsätze kann ich zu Attributen verkürzen. Attribute sind ein Signal für B2/ C1.

A2/ B1: Relativsatz: Der Mann, der einen Hut trägt, ist mein Bruder. Der Mann ist mein Bruder, der einen Hut trägt.

B2: Attribut: Der Mann mit dem Hut ist mein Bruder.

C1: Partizipialkonstruktion: Der einen Hut tragende Mann ist mein Bruder.

C1-Sprecher können problemlos auf C1 umschalten und zwischen den Sprachleveln wechseln.

B2-C1: Empathische Moderation durch Fragetechniken

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

B2: Wortschatzarbeit im Kontext

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

9.     Die Fachsprachenprüfungen (FSP)

Die FSP der Ärztinnen und Ärzte

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Die FSP der Apotheker:innen

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

(Automatisierte) Satzanfänge (B2-C1)

* Es kommt auch irgendwie darauf an, wie/ wozu/ mit welchem …

* Nichtsdestotrotz

ist ein Adverb, ein Synonym von “trotzdem” (A2/B1)

Beispiel aus dem Apo-Apo-Gespräch: Der Kunde klagt nicht über Halsschmerzen. Nichtsdestotrotz sollten wir ihn fragen, was er eingenommen hat.

* Vorsichtshalber sollten Sie sich nicht so lange in der Sonne aufhalten.

* Vorsichtshalber (C1) sollten Sie sich nicht so lange in der Sonne aufhalten. (V+P, B2)

Wenn im Frühling die Pollensaison kommt, nehme ich vorsichtshalber ein Antiallergikum ein.

* Auf jeden Fall sollten Sie die Tabletten auf leeren Magen einnehmen.

* Selbstverständlich haben ich den Kunden darauf aufmerksam gemacht, dass er die Tabletten nicht länger als sieben Tage einnimmt. Selbstverständlich habe ich den Kunden über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt.

in fett: sprachliche Marker für B2 oder C1.

(Akademische) Redewendungen im Apo-Apo-Gespräch:

* Ist dem Kunden ein Juckreiz oder ähnliches aufgefallen? Nicht dass er wüsste, ich habe ihn darauf angesprochen, das ist ihm nicht aufgefallen.

* mich schlaumachen

Beispiel: Diese Information habe ich nicht erfragt, aber kein Problem, ich werde mich schlaumachen (=ich kann das nachholen).

* Es wäre von Vorteil/ von Nachteil, wenn

Beispiel: Es wäre von Vorteil, wenn Sie Ihre Tabletten auf Schiene legen. Ich gebe Ihnen eine Schiene mit, das ist eine Plastikbox mit Fächern für jeden Tag. Wir legen mal Ihre Tabletten für diese Woche zurecht, schauen Sie mal: eine blaue und eine weiße für Montag. Zwei weiße für Dienstag, … Jetzt können Sie ganz einfach sehen, ob Sie am Dienstag die Tabletten noch nehmen müssen oder ob Sie sie schon genommen haben.

in fett: Beispiele dafür, dass der Sprecher die akademische Kultur kennt und sich auf C1 unmerklich elegant ausdrücken kann.

Es wäre von Nachteil, wenn Sie die Einnahme dieser Antibiotika unterbrächen.

Effekte dieser kombinierten B2-Marker:

* Höhere Aufmerksamkeit

* Phantasie des Hörers aktiviert, er muss selber denken, z.B. wie groß ist der Nachteil? Was meint die Apothekerin?

* Phantasie: die Sprecherin kennt sich aus, sie ist kompetent

* Oh wow, Konjunktiv II ohne “würde” auf VL, alles korrekt und es klingt für viele Deutsche merkwürdig: Ist diese Form korrekt? Ja, das ist korrekt. Effekt: erst Irritation, dann mehr Respekt

 

Das bedeutet für meine FSP:

* es wird Emotionen geben

* wir müssen (und können und dürfen) mit Emotionen sprechen

* ein freundliches Gesicht in der FSP schadet nicht

* nervös sein ist OK, gestresst sein ist OK, aber ich kann mich auch entspannen

* positiv denken, es gibt Menschen, die die Prüfung bestehen. Warum sollte ich die Prüfung nicht bestehen?

* ich vergesse, dass diese Situation eine Prüfung ist. Ich stelle mir die Person vor mir als einen Kunden in meiner Apotheke vor. Ich behandle die Person als Kunde (und bin locker und kompetent) und nicht als Prüfer (und bin nervös und fühle mich beobachtet).

* ich habe einen Freund, der ein Praktikum/ mit Berufserlaubnis als Apothekerhelfer in der Apotheke gemacht hat. Während das Praktikum/ die Tätigkeit noch lief, hat er die FSP absolviert und bestanden.

* ich (zeige meine Liebe und Begeisterung für bestimmte Bereiche in meinem Job und) finde in der FSP meinen nächsten Chef/ Job. Ich überrasche positiv, ich zeige mehr, als die Prüfer erwarten.

* ich spreche flüssig und sicher C1 mit Fachbegriffen in der FSP und erfülle alles, was die Prüfer erwarten. Dann bekomme ich mein Zertifikat, FSP ist bestanden. Ich erfülle die Standards, ich zeige, was die Prüfer erwarten.

* Ich überlege mir: welche Teile der Arbeit gefallen mir ganz besonders gut? Diese Teile der Arbeit nenne ich in der FSP und zeige dabei meine Emotionen, meine Freude bei der Arbeit.

Schnellkorrektur GB:

  1. Verbpositionen OK?
  2. Endungen OK?
  3. alles andere OK? Rechtschreibung, Groß-/ Kleinschreibung, passendes Wort, …
  4. in der Aufgabe schauen: Fehlt etwas? Kann ich etwas (verändern und) übernehmen?
  5. mit GEN/V+P/ NV-Gruppen/ Attribut/ Fachbegriffen/ … auf B2-C1 gehen

Im ApoKGespräch höre ich auf die ersten Worte des Patienten/ Kunden und spreche patientengerecht/ kundengerecht. Weil ich C1-Sprecher bin, kann ich alle Sprachlevel mühelos auswählen.

* Guten Tag. Ich antworte mit Hochdeutsch B1. Vielleicht gehe ich nach dem zweiten Satz auf B2.

 

Die Landesapothekerkammer Ba-Wü beschreibt im Informationsblatt Fachsprachenprüfung (siehe das dortige pdf-Dokument), welche Kriterien für eine Kandidatin/ einen Kandidaten gelten. Die Bewertungskriterien der FSP sind erfüllt, wenn die Kandidatin/ der Kandidat folgende sprachliche Fähigkeiten unter Beweis stellt: berufsbezogene kommunikative Fähigkeiten

  • Kann den Wunsch des Kunden verstehen (schnelles Sprechen, Dialekt, unklarer Wunsch, …)
  • Kann auf den Kunden eingehen
  • Kann sofort den passenden, kundengerechten Sprachlevel ansteuern
  • Kann einem Kunden jeden Fachbegriff erklären
  • Kann Rückfragen stellen
  • Kann passende Empfehlungen aussprechen
  • Kann begründen, wenn er etwas nicht erfüllen kann
  • Kann das Verkaufsgespräch erfolgreich abschließen

Souverän

  • Kann auf allen Sprachleveln sprechen bzw.
  • Kann von Sprachlevel zu Sprachlevel spontan wechseln
  • Kann alles erklären oder umschreiben, ohne nach Worten suchen zu müssen
  • Kann treffsicher auswählen

 Strukturiert

  • Hat eine Struktur, z.B. das Rezept, den Beipackzettel, die Phasen eines Beratungsgesprächs, die Suchfunktion im PC, die AMVV, der AMK-Bogen, der UAW-Bogen, …
  • Kennt die gängigen Strukturen und kann sie (routiniert) anwenden
  • Kann seine Kollegen fragen oder sich anders absichern/ andere Sicherungsschritte vornehmen, wenn er die Struktur nicht (routiniert) kennt: „Dann würde ich …, um Fehler, Chaos oder Probleme zu vermeiden“

 Klar

  • Kann langsam und deutlich sprechen
  • Kann wiederholen und mit Synonymen variieren
  • Kann Nachfragen stellen und Dinge klären, z.B. „Wie meinen Sie das?“, „Wo genau haben Sie diese Rötung?“
  • Kann schnell auf den Punkt kommen, kann schnell die Dinge klar machen

flexibel auf individuelle Gesprächssituationen reagieren

  • Kann rasch überlegen, was hier am besten passt
  • Kann auf verschiedene Varianten, verschiedene Kundentypen, verschiedene Emotionen reagieren
  • Kann (simultan) sprechen, recherchieren, bestellen, eine E-Mail schreiben, telefonieren, …
  • Kann auf jeden Patienten passend eingehen, kann empathisch reagieren
  • Kann bei Problemen sich Unterstützung organisieren
  • Kann Geduld haben, wenn ein Kunde ein bisschen länger braucht

sich spontan ausdrücken

  • Kann ohne ähs und öhs sprechen
  • Ist ausgebildet und kann neue Informationen bekommen, lernen, verarbeiten und passend weitergeben
  • Muss nicht lange nachdenken
  • Kann automatische Sätze einbauen und so die eigene Redezeit verlängern und mehr Unterstützung bekommen
  • Kennt Fachbegriffe und kann sie benutzen

ein umfangreicher Wortschatz

  • Täglich 60 Minuten B2 lesen oder hören, z.B. der Spiegel, die Stuttgarter Zeitung, Fachliteratur, Fachbegriffe schriftlich definieren, z.B. ein Wundverband ist ein steriles Band aus Stoff oder Gaze, mit dem man eine Verletzung der Haut abdecken und schützen kann, Dokumentationen, Wissenschaftssendungen, Apotheker-Videos anschauen, z.B. youtube die Nasendusche, …
  • Mit Wortfamilien arbeiten

flüssiges Sprechen

  • Sich mit der Kamerafunktion selbst aufnehmen oder vor dem Spiegel oder mit einer Freundin sprechen und kontrollieren, ob ich schnell und flüssig sprechen kann, die Sprechgeschwindigkeit allmählich steigern, die Anzahl der ähs und öhs (=die Nachdenkpausen, die hörbare Suche nach Wörtern) und der Fehler allmählich senken
  • Mit Muttersprachlern sprechen, mit Dialektsprechern sprechen (the best: schwäbisch, oberbayerisch, Schwytzerdüütsch)
  • Inhalte von Erzähltem bzw. Geschriebenem müssen erfasst und korrekt und umfassend mündlich sowie schriftlich wiedergeben werden können
  • Üben, üben, üben, z.B. einen Beipackzettel von Deutsch C1 auf Deutsch A2 übersetzen, Nachrichten von heute mit einer Nachbarin diskutieren. „Wo bekommen Sie Ihren Mundschutz her?“
  • Einen Fachartikel lesen und einer Freundin erklären oder mit Video meine Zusammenfassung aufzeichnen. Kann ich diesen Artikel in der halben Zeit zusammenfassen?

auswendig gelernte Fallbeispiele reichen nicht aus

  • Die Prüfer werden solche Kandidaten mit Fragen irritieren und aus der Routine herausreißen. Wenn die Kandidaten flüssig und spontan weitersprechen können, erhöht sich die Chance, dass sie die FSP bestehen.

 

Tipp: den UAW-Bogen während des Apo-Kunden-Gesprächs (teilweise) ausfüllen, dann habe ich mehr Zeit für die E-Mail.

Wolkig, bewölkt

Was muss ich machen, damit in der FSP das Beste passiert, das mir passieren kann?

* in der FSP einen Job angeboten bekommen. Erzählen und begründen können, welchen Job ich am liebsten machen möchte. Chance 120%

* der Prüferin/ dem Prüfer gute Laune machen und sie/ihn überzeugen. Zeigen, wie ich auf mehreren Wegen Probleme angehe und sie verkleinere/ löse. Chance 90%

* den Stress gut bewältigen, die Stunde Testzeit gut nutzen und viele Punkte einsammeln, Chance 85%

* mit einem Thema gut umgehen können, das ich nicht (so gut) kenne. Strukturen haben und anwenden können. Satzanfänge geübt haben und einsetzen können. Automatische Sätze benutzen. Methoden haben und schnell auswählen, benutzen und passend wechseln können. Beispiel: Ich würde vorher klären, ob/ wie … Zeigen, dass ich auch im Stress eine gute Struktur kenne und halten kann, schnell reagieren können, wenn die Prüferin mich überrascht, in einer neuen Situation sein und sie bewältigen können, Chance 80%

* Inspiration haben, die Prüfer positiv überraschen, Chance 75%

* fließend Deutsch C1 sprechen, Deutsch beherrschen Chance 61% oder mehr, das ist der Sinn dieser Prüfung =

* die FSP bestehen, nicht nochmal kommen müssen (Chance 61% oder mehr)

* ein Thema erhalten, das ich kenne. Sicher darüber sprechen können. Chance 20% (ein Teil der 61% oder mehr)

* ausgeschlafen und gesund sein, fit sein: Am letzten Tag vor der FSP nichts mehr lernen. Etwas Schönes machen. Etwas ganz anderes machen. Ein Geschenk einkaufen. Etwas machen, damit ich in der Nacht gut schlafen kann. Chance: 15%

* vorher auswendig lernen: die Medikamentengruppen kennen, 100 Medikamente kennen (HA: 3 Minuten Medikamentennamen schreiben, dann zählen), bei xx Medikamenten Nebenwirkungen kennen, Chance 3%-15%

* gutes Wetter, die Sonne scheint, Chance 2% (oder mehr?). Einen Regenschirm nehmen und trotzdem hingehen, Chance 1%.

Absagen, wenn es regnet, Chance 0%.

 

bei einer Frage * kann ich antworten, wenn ich die Antwort kenne * kann ich über meine Erfahrungen/ meine Ausbildung/ über meine Kindheit/ über … sprechen * kann ich über meine Phantasien zu diesem Thema sprechen oder über Ihre Vorgehensweise  drei Verben mit Präpositionen und drei Nomen-Verb-Verbindungen: * achten auf/ reagieren auf/ überzeugen von * zur Verfügung stehen/ in Betracht ziehen/ Beitrag leisten  fünf Satzanfänge, die immer passen:  * Dazu muss man sagen, dass  * Ich bin der Meinung, …/ Meiner Meinung nach …  * Ich bin zu der Auffassung gelangt, ….  * Ich schätze/ Ich vermute/ …  * Es ist verständlich, wenn …  * Wir müssen darauf achten, dass …  * Es hängt davon ab, …  * Ich bin davon überzeugt, …  Was mache ich, wenn ich in (großen) Stress komme und vergesse, was ich sagen möchte? * nichts machen, was den Stress noch größer macht, z.B. nicht Kaffee trinken * ich entschuldige mich und sage, dass ich ein paar Sekunden brauche, um mich zu beruhigen. * ich sage: Sie bringen mich aber ganz schön in Wallung, und lache. Geben Sie mir ein bisschen Zeit. (Trick: ich spreche über meine Emotionen, dadurch kann ich sie besser kontrollieren) * Ich trinke einen Schluck Wasser. (Trick: ich gewinne 2-3 Sekunden Zeit, ich kann nachdenken, ich kann mich vom Stress ablenken, ich tue mir etwas Gutes) * Ich sage: geben Sie mir bitte eine andere Frage. * Ich beobachte meine Prüfer (Stirnfalte, Körperhaltung, Tonfall, Positionswechsel, …) und reagiere auf ihre nonverbalen Signale (Trick: solange ich mich auf die Prüfer konzentriere, lenke ich mich von meinem Stress ab) * immer weiter sprechen, auch über andere Punkte (ein beliebter Politikertrick: sie geben eine Antwort, aber auf eine andere Frage) * ich zwicke mir in den Finger (ich lenke mich vom Stress ab)  Ich überrasche den Prüfer positiv, ich mache oder sage etwas, das der Prüfer gut findet und übernimmt, z.B. * ich kenne mich in der Geschichte der Pharmazie aus und kann sagen, wer die Diphtherie-Impfung entdeckt hat (Trick besonderes Spezialwissen) * ich erzähle, wie ich früher ein (schwieriges) Problem gelöst habe oder wie ich ein Problem heute lösen würde (Trick Methodenwissen) * ich aus meiner aktuellen Recherche oder aus Fachzeitschriften o.ä. eine Information liefere (Trick aktuelles Wissen) * im Vortrag oder bei den Zusatzfragen …  Tipp: Nennen Sie am Anfang drei wichtige Punkte, die Sie in fünf Minuten benennen/ beleuchten/ anführen möchten. Lassen Sie dem Prüfer Raum für Fragen. Erzählen Sie in fünf Minuten bitte nicht die ganze Geschichte Europas. Trick: Abkürzungen benutzen oder Eselsbrücken benutzen. Eine Eselsbrücke ist ein Trick, mit dem ich mir etwas besser merken kann. Wenn die Prüfer merken, dass der Prüfling Eselsbrücken benutzt, lachen sie und vergeben Extrapunkte. Es gibt drei Standardsituationen in Prüfungen, auf die ich mich standardisiert vorbereiten kann: * Fragen der Prüfer * Überraschungen in der Prüfung * Ich habe keine Antwort, der Prüfer hat mich “blank erwischt” Vier Tricks zum Manipulieren/ Evozieren/ Vorbereiten der Prüferfragen, zum Bewältigen der Standardsituationen:  * Ich lasse absichtlich wichtige Teile in meinem Vortrag weg, damit die Prüfer danach fragen. Diese weggelassenen Teile habe ich gut vorbereitet und kann gut auf diese Fragen antworten. (die Leimrute) * Ich bereite meinen Vortrag vor und überlege mir: welche drei Fragen darf der Prüfer mir nicht stellen? Was ist zu schwierig? Was kann ich nicht beantworten? Was ist für mich zu unangenehm? Diese drei Fragen bereite ich mit mehr Vorbereitungszeit vor. Dieser Trick macht mich beim Sprechen sicher. * Wenn die Frage mich überrascht, spreche ich über meine Erfahrungen mit dem Thema: Diese Frage ist mir begegnet, als ich …/ Das habe ich gesehen, als …/ In meinem Studium gab es einen Fall, in dem … * Der Prüfer fragt mich: Wie sieht der Impfstoff für Covid 19 aus? Die Frage ist unmöglich zu beantworten. (Prüfer lieben das. Sie wollen sehen, wie die Kandidaten im Stress reagieren.) * Ich forme die Frage des Prüfers um, z.B. Es gibt heute noch keinen bestimmten Impfstoff für Covid 19, und spreche weiter, was ich darüber weiß. Viele Unternehmen versuchen aktuell, den Impfstoff zu entwickeln. Alle arbeiten zusammen und sind daran interessiert, das Problem schnell zu lösen. Das kann ein Jahr oder länger dauern, bis sie ihn finden. * Ich stelle neue Fragen, die mir helfen, eine Antwort zu finden, z.B. Was meinen Sie mit …? * Ich würde Ihre Frage in Teilfragen aufgliedern, die uns der Antwort näherbringen, z.B.  * Welche Forschungseinrichtungen arbeiten aktuell an dieser Frage?  * Was wissen wir heute darüber?  * Wie lange dauert es normalerweise, bis so eine Frage beantwortet ist?  * Was müssen wir machen, damit wir Ihre Frage schneller als normal beantworten können? * Ich benutze automatische Sätze und spreche weiter, auch wenn ich keine Antwort und keine Ahnung habe, z.B. * Das ist eine sehr gute Frage. * Lassen Sie mich mal kurz darüber nachdenken. * Viele Leute suchen eine Antwort auf Ihre Frage. * Diese Frage würde ich an … weiterreichen. Trick: auf dem Level B2 oder C1 weiter sprechen, auch wenn ich keine Ahnung habe: V+P, Nomen-Verb-Gruppe, … benutzen. Zeigen, dass ich die Bilder und die Kultur der Akademiker in Deutschland kenne.

5-Minuten-Vortrag: Der Prüfer stellt mir ein Thema, das ich nicht gut vorbereitet habe. Wie kann ich mich auf 3 Minuten freundliches Blablabla auf dem Level B2 vorbereiten?

* Ich habe einige Beispielsätze vorbereitet, die ich immer benutzen kann und die meine Unsicherheit überbrücken, z.B. Darüber kann ich einige Dinge präsentieren. Lassen Sie mich bitte kurz darüber nachdenken.

* lächeln. Immer davon ausgehen, dass mir hier nichts passieren kann. Die Prüfer beißen nicht.

* Generelle Dinge/ Informationen aus meiner Erfahrung berichten. Das hilft mir, dass ich die Redezeit mit Redebeiträgen auf Deutsch B2 belegen kann, z.B. Pilzerkrankungen sind in Deutschland immer noch mit einem gewissen Tabu belegt.

* Ein paar Sätze am Anfang einplanen, z.B. was möchte ich sagen, das Wichtigste, ein Abstract in einer wissenschaftlichen Arbeit, eine Struktur in meinem Beitrag, die wichtigsten drei Punkte.

* lächeln und sagen: Ich freue mich jetzt auf Ihre Fragen. (Vielleicht bekomme ich eine Frage, die mir beim Weitersprechen hilft.)

* zweckmäßige V+P oder NV-Verbindungen oder Fachbegriffe oder Präpositionen mit GEN vorher trainieren (in Coronazeiten: Vor dem Spiegel, mit Video, im online-Unterricht, mit der schwäbischen Nachbarin, und in der FSP benutzen (sie sind alle B2-Indikatoren, die Prüfer und die Kunden werden das positiv bemerken. Mein Ansehen steigt, der Impuls ist: wenn du mir hilfst, helfe ich dir. Ich bin nützlich.)

* einige Maßnahmen vorschlagen und mit den Prüfern diskutieren. Beispiel: es kommt oft vor, dass Kinder mit einer Pilzerkrankung schlecht und undiszipliniert umgehen, weil sie irritiert sind und keine Erfahrungen haben. Was sind Ihre Erfahrungen bei Kindern, die unter einem Pilz leiden? (das ist frech, aber möglich. Es gibt Prüfer, die in der Prüfung Punkte auf die gesprochenen Inhalte geben, unabhängig davon, wer die Inhalte ausgesprochen hat.)

Reihenfolge:

  1. mein fachliches, pharmazeutisches Wissen
  2. meine Berufserfahrung, meine Lebenserfahrung
  3. meine Phantasie, meine Ideen
  4. kommunikative Tricks

* In der Liebe und im Krieg (und in der Fachsprachenprüfung der Apotheker) sind alle Mittel erlaubt. Ich darf auch die stärksten kommunikativen Tricks einsetzen: die Automatischen Sätze.

Was kann ich weglassen, und meine Chancen in der FSP steigen sprunghaft? = Wie kann ich mit weniger Arbeit und weniger Aufwand viel bessere Chancen und Ergebnisse bekommen?

* negativ denken, mit negativen Gedanken in die Prüfung gehen

* nicht sprechen

* meine Muttersprache sprechen

* das Thema verfehlen, die Aufgabe nicht beantworten

* die Frage/ die Aufgabe nicht wahrnehmen

* nicht hingehen, nicht zur Prüfung antreten

* nicht erwarten, dass ich beim ersten Mal die Prüfung bestehe. Schon an die zweite Prüfung denken.

* unhöflich/ unprofessionell/ unsicher sprechen

* glauben, dass Endungen in Deutsch nicht wichtig sind.

* keine B2/C1-Elemente benutzen (siehe Papier B2-Barriere), dem Prüfer keine Chance geben, ich zeige ihm nicht, dass ich B2/C1 kenne und benutzen kann

* pharmazeutischen Stuss=Unsinn=Nonsense erzählen

Was mache ich stattdessen?

* denken, dass ich diese Prüfung auf jeden Fall bestehe

* fünf WhatsApp-Kontakte aktivieren, die mir in den 6 Wochen vor der Prüfung Korrektur-Messages schicken

* jeden Tag eine Stunde lang Deutsch B2 sprechen

* in der FSP eine Minute lang die Aufgabe lesen

* am Tag vorher den Weg ausprobieren, damit ich weiß, wie lange ich brauche und welche U-Bahn o.ä. ich nehme. Am Tag der Prüfung rechtzeitig vorher ohne Stress dort sein.

* in Coronazeiten: Freunde für die online-Party einladen.

* Wo kann ich Sicherheit beim Sprechen bekommen? Viel laut lesen, den Kindern Geschichten vorlesen, im Kurs sprechen, podcasts hören, den Text (als Diktat) mitschreiben, korrigieren lassen, Videos und podcasts zu meinen Themen hören, die Tipps ausprobieren, mit meinen Nachbarn sprechen, auf dem Wochenmarkt einkaufen, …

* mein Hören trainieren: Da muss noch ein Dativ mehr sein. Ich höre den Dativ (noch nicht, aber ich versuche es)!!!!!

* alles in allem ca. 10 Stunden B2-Elemente üben, bis Sie sie benutzen, siehe Papier B2-Barriere.

* ich erzähle, was ich weiß; ich skizziere den Prozess, der mich sicher zu korrekten Antworten führt; ich erzähle aus meinen Erfahrungen; ich nenne meine Phantasien zum Thema; ich benutze Automatische Sätze.

wir haben heute ausführlich über die bestandene FSP gesprochen und folgende Tipps abgeleitet:

Ich suche mir einen Sparringpartner, mit dem ich Anamnesegespräche und andere Standardsituationen der FSP trainieren kann.

Die Fachbegriffe eigne ich mir mit der Daumen-Methode, mit der 200-Sätze-Methode, mit der KEGEL-Methode oder mit einem Buch an, das ich unter https://www.amazon.de/s?k=medizinische+Fachbegriffe&__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&ref=nb_sb_noss_2

Ich nehme die FSP wie eine Situation an einem normalen Tag im Krankenhaus. Dadurch komme ich in einen Arbeitsmodus.

Ich erlebe den Patienten und verschaffe mir einen Eindruck, wie es ihm geht.

Vielleicht braucht der Patient etwas, bevor er die Anamnese bewältigen kann. Ich frage danach und achte auf seine Befindlichkeit (ein Glas Wasser, ein Schmerzmittel, …).

Der selbstgezeichnete Anamnesebogen ist eine gute Unterstützung. Der Patient kann unstrukturiert sprechen, ich kann strukturiert dokumentieren, meine ergänzenden Fragen punktgenau entwickeln und das sich mir bietende Bild abrunden.

Ich erfasse zuerst die Beschwerden, die Personaldaten erfrage ich später, wenn der Patient meine Arbeitsweise kennenlernen und Vertrauen entwickeln konnte.

Das Akronym SOCRATES hilft sehr dabei, die Schmerzen genau zu erfassen.

Wenn der Patient unverständlich spricht, darf ich gerne nachfragen. Das sichert die Kommunikation ab, schützt den Patienten und mich vor Missverständnissen (und gibt in der FSP Extrapunkte für gute Gesprächsstrategien).

Wenn der Patient Dialekt spricht, achte ich auf Konsonanten oder nutze einen Dolmetscher.

Wenn der Patient sehr schnell spricht, frage ich ihn: Haben Sie heute noch was vor? Das ist ein Trick, mit dem ich ihn stutzig mache und ihm signalisiere, dass er sich Zeit lassen kann.

Am Übergang zum Arztbericht ergänze ich Fachbegriffe und nummeriere die inhaltlichen Punkte auf dem Anamnesebogen durch. Damit lege ich eine inhaltliche Reihenfolge für den Arztbericht fest.

Im Arztbericht fokussiere ich meine Aussagen und wähle aus, was für die weitere Arbeit wichtig ist.

Am Anfang des Arzt-Arzt-Gesprächs variiere und vereinfache ich den ersten Satz. Das macht die Gesprächssituation ein bisschen angenehmer.

Im Arzt-Arzt-Gespräch gebe ich viele Infos weiter, die der Patient mitgeteilt hat, viel mehr Infos als im Arztbericht.

Im Arzt-Arzt-Gespräch belege ich viel Redezeit, ich spreche viel, ich spreche schnell, ich gebe viele medizinische Informationen.

Der Chefarzt wird mich einige Male unterbrechen und gezielt nachfragen, den Fokus wechseln, meine Meinung zu einer neuen Differentialdiagnose hören wollen, … Diese nicht planbaren Eingriffe ins Gespräch pariere ich mit Satzanfängen, Rückfragen, Redewendungen, Verben mit Präpositionen, Nomen-Verb-Gruppen und Automatischen Sätzen, die ich vorher trainiert habe.

Ich bereite mich darauf vor, dass ich im Arzt-Arzt-Gespräch die Krankheit nicht erkenne und trotzdem weiterspreche. Ich kann systematisch

+ Körperteile und Organe darstellen; + den Prozess und die Untersuchungsschritte darlegen, die nicht zutreffende Diagnosen ausschließen und die (anfangs vage) Verdachtsdiagnose absichern; + die möglichen Ursachen für die genannten Symptome beleuchten. Unter http://veraenderungsprozess24.de/videos/ finden Sie ein Video mit weiteren Tipps zu einer ähnlichen Prüfung, der telc Deutsch B2-C1 Medizin Fachsprachprüfung für ausländische Ärzte.

Tipps & Tricks für die Fachsprachenprüfung (FSP) der Apotheker

* am Anfang der FSP die Materialien überfliegen und eine Zeitstruktur finden , z.B. ApoKG hat zwei Teile, Teil A, Beratungsgespräch, Teil B das Präparat abgeben, Hinweise dazu geben

* ich lese die farblich markierten Teile des Beipackzettels, das dauert nicht länger als 1-2 Minuten, weil ich das vorher geübt habe (selektives Lesen, das gezielte Suchen und Aufnehmen von bestimmten Informationen)

* ich bin auf das Gespräch mit dem Kunden/ Patienten vorbereitet, die 20 Minuten ApoKG beginnen

* bei der Begrüßung

Was mache ich, wenn ich in der FSP von einem Vortragsthema oder von einer Frage überrascht werde?

Was ist mein “Choke”, mein Kaltstart?

* ich sage:

+ Das ist eine interessante Frage.

+ Lassen Sie mich kurz überlegen.

+ Ich sollte die Flinte nicht sofort ins Korn werfen.

+ Helfen Sie mir auf die Sprünge: Meinen Sie …?

(Automatische Sätze lösen aus, dass ich weitersprechen und Zeit gewinnen und Unterstützung erhalten kann.)

* Das ist mein Lieblingsthema, die Abschlussarbeit meines Studiums drehte sich um dieses Thema.

* Meine Erfahrung zu diesem Thema ist, …

* Dieses Thema habe ich nur periphär berührt/ nur am Rande gestreift, aber meine Meinung ist, …

* In meiner Heimat/ In meinem Studium …

* Ich würde zuerst … klären, damit ich valide Aussagen zu diesem Thema bekommen kann. Ich würde zuerst in die Stadtbibliothek Stuttgart gehen, dort in die Kinderabteilung und mir Kinderbücher über dieses Thema ausleihen. Ich bekomme dadurch einen ersten, groben Überblick und wichtige Fachbegriffe. Mit den Fachbegriffen würde ich eine Internetrecherche starten und den Betreibern der Webseite erste Fragen stellen. Mit diesen Insider-Informationen gehe ich an die Fachliteratur oder mache ich ein Praktikum. Auf diese Weise eigne ich mir ein neues Thema an, wenn es mir wichtig ist.

* Ich vermute, …

* ich trainiere vorher zehn Satzanfänge, z.B.

+ Das hängt davon ab, wie …/ Es kommt darauf an, wie …

+ Wir sollten bedenken, dass …

+ Nichtsdestotrotz gilt, dass …

+ Möglich ist auch, …

+ Meiner Meinung nach …

+ Lassen Sie uns das näher beleuchten:

+ …

[Satzanfänge erhöhen die Geschwindigkeit beim Sprechen und beim Schreiben.]

* sofort ablenken, auf ein anderes Thema lenken: Mein Thema lautet Ameisen. Meine Tochter hatte Ameisen in der Küche, und sie hat …

[Trick: ich gebe keine Antwort zur Frage, keinen Vortrag zum Thema, aber ich spreche eine Minute lang flüssig über etwas, das ich gut kenne. In dieser Zeit sammle ich Punkte für flüssiges Sprechen.]

 

A1-C1: Selbstkorrektur

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Tipps GB:

* etwas Nettes am Anfang

* so kurz wie möglich

* so B2 wie möglich (Fachbegriffe, GEN, V,V, NV-Gruppe, V+P, Partizip I)

* etwas Nettes am Ende

* korrigieren Sie die neun Fehler

Tricks:

Satzanfänge, z.B. zu unserem Bedauern, Wäre es möglich, …

Nominalisierung wirkt sachlich, professionell, unpersönlich

Verbalisierung wirkt persönlich und lebendig, fröhlich, mit Emotion

Wir bitten um Überprüfung,

wir bitten darum, dass Sie … überprüfen

Wie kann ich so einen Text in 9 Minuten schaffen?

* 1,0 Minute die Aufgabe lesen

* 1,0 Minute die Ideen sammeln, z.B. Satzanfänge, Beispiele aus dem Leben, Strichpunkte, was ich schreiben möchte

* 2,5 Minuten schreiben (das geht mit viel Übung vorher)

* 0,5 Minute Stopp: Aufgabe nochmal lesen. Kontrollieren, was habe ich? Was fehlt jetzt noch?

* 1,5 Minuten Text zuende schreiben. Wenn möglich, Wörter aus der Aufgabe verwenden

* 1,5 Minuten Text lesen und schnell korrigieren (Verbpositionen, Endungen, Rechtschreibung)

* 1,0 Minuten mit B2-Elementen garnieren, z.B. vom A2-Bestellen zum B2-Bestellung aufgeben

Summe: 9 Minuten

Tricks für die Selbstkorrektur meiner selbstgeschriebenen Texte:

* ich schreibe meinen Text, gehe zu einer Kollegin und sage: Ich habe hier für dich drei Fehler eingebaut. Kannst du die Fehler finden? (der Sekretärinnen-Trick: drei Fehler in einer Sekunde)

* ich schreibe meinen Text, dann konzentriere ich mich auf den häufigsten Fehler: Verbpositionen: V2/VL/V,V (mit Übung vorher, mit Routine: eine Seite Text überfliegen, alle Positionsfehler in 90 Sekunden korrigieren). Dann den zweithäufigsten Fehler: Artikelendungen. Ich überlege sekundenschnell: ist “eine neue Stuhl” in Deutsch möglich? ein neuer Stuhl, der neue Stuhl (die meisten Fehler in 90 Sekunden finden und korrigieren). Dann alles andere in 60 Sekunden überprüfen, z.B. Rechtschreibfehler.

*Ich benutze Wörter aus der Aufgabe und schaue: Habe ich das Wort in meinem Text gleich geschrieben wie in der Aufgabenstellung? (2-4 Fehler in 15 Sekunden)

* Im beruflichen Umfeld alle verfügbaren Hilfsmittel benutzen, z.B. die Kollegin, die Vorlage im PC, die Packungsbeilage, vorhandene Textbeispiele, … (alles, was schnell funktioniert)

* Als letzte Möglichkeit: Das einsprachige Wörterbuch benutze ich pro Text für maximal 1-2 Wörter. (zwei schwierige Wörter in 30 Sekunden.)

Wie korrigieren Sie zehn Fehler in einem selbstgeschriebenen Text in drei Minuten?

* Den Text überfliegen und nach Fehlern Ausschau halten

* Ich vergleiche die Worte in der Aufgabenstellung mit den gleichen Worten in meinem Text.

* Sind alle meine Verben auf der zweiten/ letzten Position? Mit Kringel und Pfeil neu positionieren.

Schnellkorrektur

  1. Verbpositionen V2/VL/V,V
  2. Endungen
  3. Alles andere, Rechtschreibung etc.
  4. Die Aufgabe nochmal lesen: habe ich alle Teile der Aufgabe erfüllt? Kann ich Formulierungen aus der Aufgabe (leicht verändern und) in meinen Text übernehmen?
  5. B2-C1-Tuning (GEN, Attribut, Fachbegriffe, V+P, NV-Gruppe, … )

Wechsel des Sprachlevels

von B1 zu C1

auf die Idee kommen

in Betracht kommen

eine Entscheidung treffen

eine Rolle spielen

eine Änderung vornehmen

zum Ende bringen

eine Absicht haben

einen Beitrag leisten

A2-C1: Lernmethoden

Lernmethoden, die jemand von uns zur Zeit benutzt:

* zu einem Thema verschiedene Beiträge/ Bücher lesen

* bearbeiten, was mein Lehrer mir schickt

* youtube-(Lehr-)Videos anschauen, wie funktioniert etwas? Einzelne Schritte daraus öfter anschauen, bis ich sie selbst durchführen kann

* ein Prüfungsthema lesen und dann online die Leitlinien/ Standards/ Regeln suchen, die in Deutschland gelten

* einen Text mehrmals (dreimal, fünfmal, zehnmal) lesen, dadurch am Anfang 20% verstehen, dann immer mehr % und immer mehr Zusammenhänge

* einen Text lesen und schriftlich zusammenfassen

* eine Tabelle erstellen, die schwierige Dinge enthält, und diese Dinge dann üben

* Deutsche Filme/ Serien mit deutschen Untertiteln anschauen (Einstellung für Gehörlose), dann kann ich besser verstehen. Tipp: Ärzteserien, z.B. In aller Freundschaft/ Grey´s Anatomy/ … Tipp: Filme mit deutschen Schauspielern, z.B. Moritz Bleibtreu, Franka Potente, Hannah Herzsprung, Til Schweiger, Anna Maria Lara, die Filmographie in Wikipedia zeigt mir die Filme.

* die wichtigsten Ideen auf ein Papier schreiben, später wiederholen, das Erledigte von dem Papier streichen

* Meine Ideen mit Farbe markieren, ich kann mir das dann besser merken oder besser erledigen

* eine Schule besuchen (Methode vor dem Lockdown)

* deutsche Lieder hören und mitsingen, Karaoke singen, in der Badewanne singen

* einen Text lesen, die wichtigsten Ideen unterstreichen, mir die wichtigsten Dinge einprägen, diese Prozedur wiederholen

* die fünf Fächer: Karteikarten mit Wörtern oder Ideen beschriften, Fach 1=neues, unbekanntes Wort, Fach 2=gelerntes und wieder vergessenes Wort, Fach 5=ich kenne das Wort sehr gut

B1-C1: Lesetechniken

* überfliegen/ zappen (am Fernseher), surfen (im Internet): etwas 0,2 bis 2,0 Sekunden anschauen und dann entscheiden, ob ich das lese/ mir genauer anschaue. Beispiel: Der Chef schaut eine Bewerbung an und und sagt 1,8 Sekunden später: Absage.

* screenen/ Schlüsselwörter suchen/ das Wichtige finden: etwas 5 bis 8 Sekunden anschauen und dann das Wichtige nennen können. Beispiel: Der Chef schaut die Bewerbung an und sagt: die Person schreibt nicht über mein Business, die Person erzählt Dinge, die ich nicht kenne oder nicht brauche, und hier sind drei Rechtschreibfehler. Absage. Beispiel: Rezept anschauen und sofort, nach 5 Sekunden, zu arbeiten beginnen.

* antizipieren: einen Teil lesen, stoppen, den Text weglegen und überlegen: wie geht dieser Text weiter? Was erwarte ich? Eine Phantasie entwickeln. Dann den Text in die Hand nehmen, weiterlesen und überprüfen, ob meine Phantasie richtig ist. Drei Varianten: 1. meine Phantasie ist richtig, alles ist so, wie ich gedacht habe. 2. Meine Phantasie ist fast richtig, es gibt nur wenige Aspekte, die für mich neu sind. 3. Meine Phantasie ist komplett anders, alles ist anders als gedacht. Alle drei Varianten machen mein Verstehen schneller.

* exzerpieren, Stichworte notieren: ich kann den Text schneller zusammenfassen und mir besser merken. Variante davon: lesen und weiterführende W-Fragen zum Text notieren (und später andere Leute dazu befragen). Beispiel: die Webseite einer Apotheke lesen, W-Fragen an den Chef formulieren und den Kontakt aufnehmen. Den Job bekommen.

* alles langsam Wort für Wort lesen.

Sinn: Die Prüfer (und die Chefs, die Kunden, …) möchten wissen, ob Sie verschiedene Methoden und Techniken kennen und (im Stress) benutzen können. Je mehr Methoden Sie kennen und je schneller und besser die hier passende Methode auswählen und anwenden können, desto besser.

A2-C1: Die Probleme und die Tricks der erfolgreichen C1-Lerner

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Ich zähle zur Elite innerhalb der deutschen Sprache.

Warum fällt es mir schwer, die Endungen korrekt zu sprechen?

* Weil sie nicht logisch sind

* Das Auswendiglernen  macht keinen Spaß

* In meiner Muttersprache ist die Situation ganz anders.

* Die Artikel spielen eine Rolle im Kontext. Wir müssen den ganzen Satz lesen oder konstruieren.

* In unserer Freizeit sprechen wir Muttersprache. Am Montag kann ich kaum Deutsch sprechen.

* Nach fünf Stunden Deutsch fühle ich mich ein bisschen müde. Dann spreche ich ein bisschen Muttersprache und erhole mich wieder.

* Wenn Fehler sich eingeschliffen haben und als fossilierte Fehler nicht mehr weggehen, muss ich Deutsch verlernen und nochmal neu und sehr stabil lernen. Das ist sehr aufwändig.

* Mir fehlt die Praxis.

* Wenn ich am Wochenende in der Jugendfarm bin, vergesse ich, dass ich Deutsch oder Muttersprache spreche. Ich denke und spreche. Wenn ich so spreche, fühle ich mich erfrischt.

* Ich träume nicht auf Deutsch. Wenn ich das könnte, würde ich auch Artikel sprechen können. Mir fehlen die Verbindungen in meinem Gehirn, die das automatisieren.

* Ich übersetze immer noch von meiner Muttersprache ins Deutsche, wenn ich etwas sagen will.

* du musst deine Grenzen überschreiten. 1. Wo kann ich kostengünstig ein Fahrrad kaufen? Antwort www.quoka.de. 2. hat mit dem privaten Verkäufer gesprochen und den Preis ausgehandelt. 3. Eine Fahrradgruppe gegründet. 4. in der Fahrradgruppe Deutsch verbessert.

* Wie sehr du die Sprache liebst und wie sehr du an der Sprache arbeitest, entscheidet darüber, wie weit du kommst. Ich habe Onkel und Cousinen in Deutschland. Obwohl alle arabisch können, habe ich darauf bestanden, dass sie Deutsch mti mit mir sprechen. Arabisch kann ich schon, ich möchte aber Deutsch lernen und in Deutschland studieren.

* ich kann im Beruf (Projektarbeit mit anderen Maschinenbauingenieuren) keine kommunikativen Störungen gebrauchen. Ich eliminiere alle Wiederholungsfehler. Welche Endungen brauche ich, damit meine Kollegen mit mir zusammenarbeiten?

* Wenn ich in Deutschland einen Landsmann sehe, wechsle ich die Straßenseite.

* Diesen Fehler machst du nicht zweimal an der McDonalds-Kasse. Einen oder zwei Cheeseburger? Die Kundin sagt: Noi, noi, bloß oin. Der Mann an der Kasse versteht Neun=9 Cheeseburger, tippt die Zahlen ein, lächelt und sagt: 36, 80 €. Die Kunden explodiert, schreit, schimpft, …. Die Frau ist Dialektsprecherin und sagte: Nein, nein, nur einen. Gemeint ist: der minikleine Akkusativ im schwäbischen “oin” ist eine relevante Information in Deutsch. Mit dieser Endung kontrollieren die Deutschen den Einkauf, die Emotionen, die Kommunikation zwischen Maschinenbauingenieuren, …

* einsprachig Russisch im russischen Krankenhaus gearbeitet. Die Verantwortung erzwingt, dass ich präzise höre und spreche.

A2-B1: Konjunktiv II, die nicht reale Situation

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

Konjunktiv II = Präteritum-Stamm (+ Umlaut) + Konjunktiv-e (B1-B2): Hochsprache, klingt irritierend, ist aber korrekt

= würde + Infinitiv                         (A2-B1) Alltagssprache, zu einfach

Indikativ Präsens      Indikativ Präteritum         Konjunktiv II Präsens

ich nehme            ich nahm                   ich nähme (B1-B2)   oder ich würde nehmen (A2)

ich werde             ich wurde                  ich würde

ich gehe              ich ging                    ich ginge oder ich würde gehen

Der Teufelskreis (der circulus vitiosus)

Beispiele

Grammatik

Die xyMethode

* hat (fast immer) zwei oder mehr Personen

* Person 1 macht eine Aktion

* die Aktion von Person 1 führt zu einer Annahme/ Phantasie/ Idee/ Wahrnehmung bei Person 2

* die Annahme von Person 2 führt zu einer Aktion von Person 2

* die Aktion von Person 2 führt zu einer Annahme/ … bei Person 1

* die Annahme führt zu einer Aktion von Person 1

Wie komme ich aus einem Teufelskreis wieder heraus?

* positiv denken

* einen Fehler (erkennen und) korrigieren

* meine Gefühle wahrnehmen und meinen Gesichtsausdruck verändern

* einen Kompromiss (suchen und) eingehen

* sich zurückziehen, sich Zeit für das Nachdenken nehmen, aus der Situation kurz herausgehen und nachdenken: Warum mache ich, was ich gemacht habe? Was kann ich anders machen?

* meine Kollegin fragen: was würdest du tun?

* auf die Lösung kommen

* Verständnis für (mich selbst und für) die anderen haben/ entwickeln

* meine Rolle kennen: ich bin hier, um zuzuhören/ zu beraten/ zu helfen

* meine Rolle erfüllen

* mir klarmachen: mit verschlossenem Gesicht kann ich negative Annahmen/ Reaktionen auslösen.

Warum haben Sie das ausgesucht, Herr Baur?

* sieht klein und unwichtig aus, sieht pille-palle aus

* passiert überall

* Effekt des Teufelkreises: die Dinge bleiben gleich schlecht oder werden schlechter

* mit wenig Aufwand/ mit einer kleineren Änderung viel bessere Ergebnisse erzielen

* stammt aus einem Buch für Apotheker:innen

Vermischtes

Was ist C1?

Wie erreiche ich C1 in drei Sekunden?

Wie halte ich den Level C1?

Unterschiede zwischen C1 Sprechen und C1 Schreiben

Der Arztbrief

Angst einkalkulieren

Wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, werden sie am Anfang Angst haben. Wir müssen diese Angst und Unsicherheit einkalkulieren.

Wenn die Patienten nach der OP im Aufwachraum zu sich kommen, sollte jemand da sein und sie ansprechen. Wir müssen einkalkulieren, dass sie verwirrt sind.

Wir haben bei der kleinen Lisa schon einige Fortschritte erzielt. Sie kann jetzt mit ihrer Angst vor der Dunkelheit umgehen.

Als Arzt müssen wir immer versuchen, das Bedürfnis der Patienten zu befriedigen.

Die Regierung hat alle möglichen Maßnahmen ergriffen, um die Eindämmung der COVID 19-Epidemie aufrechtzuerhalten.

Der Chef Arzt hat über seine Patienten sehr wichtige Auskünfte gegeben und er hat einen Vorschlag gemacht, dass die Patienten sich keine Sorge  über das Verfahren machen, da das Verfahren wenige Risiken hat. Trotzdem befürchten die Patienten, dass sie eventuell eine Operation in Betracht ziehen müssen.

Herr Jucha möchte die Therapie abbrechen? Vielleicht solltest du mal seine Ängste ansprechen? Er kann seine Ängste sicherlich in den Griff bekommen.

Ich möchte Sie beruhigen, falls Sie irgendwelche Komplikationen hätten, werden wir alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um Sie wieder gesund zu machen.

Sie wissen schon, dass Sie einen Schlaganfall gehabt haben? Damit Sie wieder selbst laufen können, schlage ich Ihnen eine Neurorehabilitation vor.

Wenn wir alle Ergebnisse haben, vereinbaren wie ein neues Treffen, dann könnten wir weitere Möglichkeiten besprechen.

Sind Sie nach Ihrem Unfall schon wieder in der Lage, in ein Auto einzusteigen?

Lassen Sie uns eine Vereinbarung treffen: Wenn Sie einmal aufstehen und um Ihr Bett gehen, bringe ich Ihnen einen Kaffee. – Das ist Bestechung!! – Nennen wir es Motivierung.

Mit dem Chefarzt telefonieren

Wie bereite ich mein Telefonat mit dem Chefarzt vor?

* Herausfinden, was ich machen möchte (Dauer: 6 Wochen berufliches Nachdenken oder länger, es gibt Tricks dafür)

* Dadurch Vorfreude, Freude, Neugier, Interesse, … ausstrahlen

* geeignete (Kombination der) Suchbegriffe finden (Fachbereich, Fachbegriff, Ort, …) Dauer: 10 Sekunden

* 30 Websites finden und notieren (2 Nachmittage)

* die besten drei Websites lesen (1-4 Stunden pro Webseite)

* parallel zum Lesen meine W-Fragen notieren: Was interessiert mich, wenn ich das lese? (20 -60 Minuten)

*  Fachbegriffe, die ich auf der Webseite finde, klären und in meine W-Fragen einbauen (20 Minuten)

* im Impressum oder auf der Seite “Unser Team” die Telefonnummer finden

* Zwischenschritt: V+P und NV-Gruppen in meine W-Fragen einbauen

* den Chefarzt anrufen (3-10 Minuten)

Meine ca. 12-15 W-Fragen an Dr. Benotmane:

(Methode: die Webseite Absatz für Absatz lesen, beim Lesen immer wieder überlegen: Welche W-Frage ergibt sich für mich, wenn ich diesen Absatz/ Satz/ Fachbegriff sehe? Die W-Frage sofort notieren und weiterlesen.)

Was ist Flugmedizin?

Warum konzentrieren Sie sich auf diese sehr spezielle Gruppe von Beschwerden? Warum nicht …? Welche Effekte dieser Beschwerden macht diese Gruppe für Sie so interessant?

Wie analysieren und diagnostizieren Sie die Ursachen von Schlafstörungen?

Was kann ich bei einem Praktikum in Ihrem Schlaflabor lernen?

weiter arbeiten, bis ich genügend W-Fragen habe

Andere Leute fragen: Welche W-Fragen fallen dir zu diesem Thema ein?

Anderen Leuten meine bisher gesammelten W-Fragen zeigen und fragen: Was fehlt hier noch?

Was sage ich am Telefon?

* Guten Tag, mein Name ist …

* die schwierigste, die “technischste” W-Frage als erste Frage stellen

Dann kommt die Antwort. Die Antwort kann ich nicht planen.

Aber ich kann die nächste, zu dieser Antwort passenden W-Frage auswählen, wenn ich die Antwort höre.

(Wichtig: das Telefon ist ein extrem schnelles Medium. Die Geschwindigkeit wird sehr schnell. Ich habe nach zwei Minuten nicht mehr die Kapazität, neue W-Fragen zu entwickeln. Aber ich kann aus vorbereiteten W-Fragen die Passende auswählen.)

* Als Anruferin baue ich eine Spannung auf. Diese Spannung muss ich aufrechterhalten. Ich darf sie nicht “platzen lassen”. Das bedeutet, ich sammle Infos, aber ich frage nicht nach einer Stelle. Das Fragen nach einer Arbeitsstelle ist das Platzen-Lassen. Ich warte, bis der Chefarzt eine Stelle anbietet. Das passiert nie im ersten Telefonat.